Ab 2. Mai: Wandfarben gehören nicht mehr an den Annahmehof – sondern in den Restmüll
Ab dem 2. Mai werden am Annahmehof Hansastraße keine Wandfarben mehr angenommen. Die Stadt Langenfeld erklärt, warum – und wie die Entsorgung einfach und kostenlos zu Hause gelingt.
Frühjahrsputz, Renovierung, frische Farbe an den Wänden – und dann stellt sich die Frage: Wohin mit den Resten? Viele Langenfelderinnen und Langenfelder brachten ihre alten Wandfarben bislang zum Annahmehof an der Hansastraße. Das war gut gemeint, aber teuer: Im Jahr 2025 entstanden dem Kreis Mettmann allein für Langenfeld Entsorgungskosten von rund 110.000 Euro – weil flüssige Farbreste aufwändig als Schadstoff behandelt werden mussten.
Dabei ist das gar nicht nötig. Handelsübliche Dispersionsfarben auf Wasserbasis sind kein Sonder- oder Problemabfall. Sie bestehen überwiegend aus Wasser, Kalk, Bindemittel und Emulgatoren und dürfen nach dem Aushärten ganz einfach in den Restmüll. Die gleiche Abfallmenge hätte so nur rund 6.500 Euro gekostet – eine Ersparnis von mehr als 100.000 Euro.
So funktioniert die Entsorgung zu Hause: Der Weg ist denkbar einfach: Deckel öffnen und den Farbeimer an einem geschützten Ort stehen lassen, bis die Restfarbe vollständig ausgehärtet ist. Wer den Vorgang beschleunigen möchte, gibt einfach etwas Sand, Sägemehl, Zeitungsschnipsel oder Katzenstreu unter die flüssigen Reste – diese Stoffe binden die Feuchtigkeit zuverlässig. Ist die Farbe fest, kommt der Eimer in den Restmüll.
Die leeren oder sauber ausgewischten Kunststoffeimer gehören übrigens in den Gelben Sack, da sie als Verpackungsabfall recycelt werden können.
Die Abfallberatung der Stadt Langenfeld bittet um Verständnis, dass der Annahmehof Hansastraße ab dem 2. Mai keine Wandfarben mehr entgegennimmt. Die Maßnahme dient dazu, unnötige Entsorgungskosten zu vermeiden und die Abfallgebühren für alle Bürgerinnen und Bürger stabil zu halten.