Anpacken für den guten Zweck: Bürgermeister und Pfarrer helfen bei der Tafel „Die Tüte"
Kürzlich packten Bürgermeister Gerold Wenzens und Pfarrer Prof. Dr. Alexander Krylov bei der Tafel „Die Tüte®" des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SkF) e.V. selbst mit an und sortierten frisch gelieferte Lebensmittel – ganz praktisch, ganz nah an den Menschen, die diese Hilfe täglich brauchen.
Der Besuch war mehr als ein symbolischer Akt. Er richtete den Blick auf eine Einrichtung, die in der Stadt seit Jahren unverzichtbare Arbeit leistet: Woche für Woche versorgt die Tafel rund 250 Haushalte – das entspricht etwa 1.000 Menschen – mit Lebensmitteln. Die Waren werden täglich bei Langenfelder Supermärkten abgeholt und anschließend von einem engagierten Team ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer sortiert und ausgegeben. Geöffnet ist die Einrichtung montags, dienstags und donnerstags. Der Zugang erfolgt über eine Eingangsberatung; bei Bedarf wird ein Berechtigungsausweis für sechs Monate ausgestellt.
Herzstück: das Ehrenamt
Das Herzstück der Tafel sind die rund 60 Freiwilligen, die mit großem persönlichem Einsatz dafür sorgen, dass die Hilfe zuverlässig ankommt. Eine hauptamtliche Kraft koordiniert die Abläufe im Hintergrund.
Zu den Ehrenamtlichen gehört Angelika Kunkel, die seit einem Jahr für die Tafel aktiv ist. Für die gelernte Krankenschwester war es ein lang gehegter Wunsch: „Ich hatte schon länger vor, mich direkt nach meiner Rente bei der Tafel Langenfeld DieTüte® des SkF zu engagieren." Die Entscheidung bereut sie keine Sekunde: „Das Team ist super, man lernt viele Menschen kennen und hat das Gefühl, etwas Gutes zu tun.
Ähnliches berichtet Rosi Hodel, die seit etwa vier Jahren dabei ist: „Es macht Spaß, im Team zu arbeiten und Menschen zu helfen."
Mehr als Lebensmittel – ein soziales Netz
Als Notversorgerin für Menschen in prekären Lebenslagen fängt die Tafel dort auf, wo andere Strukturen an ihre Grenzen stoßen. Die Lebensmittelausgabe erfolgt nach einem Nummernsystem; für die Waren wird ein geringer Obolus erhoben. Doch neben den Sachspenden ist die Einrichtung dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um laufende Kosten wie Miete, Strom, Fahrzeugunterhalt, Reinigung und Abfallentsorgung zu decken.
Mitmachen erwünscht
Wer sich selbst engagieren möchte, ist herzlich willkommen – ob beim Verkauf oder als Fahrer in der Tafel oder im Tagestreff Café Immi. „Wie oft und wie lange ist selbstverständlich frei wählbar", sagt SkF-Bereichsleiterin Anke Merten. „Für unsere Planung sind nur feste Zeiten wichtig."
Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des SkF unter:
https://www.skf-langenfeld.de