Aufruf zur Bereitstellung von "Kühlen Orten" für ältere Menschen
Das letzte Juni-Wochenende aber auch die beiden vorangegangenen Wochen haben bitter vor Augen geführt, wie gefährlich eine extreme Hitzeperiode für die Bevölkerung werden kann.
An den von Hitze bestimmten Tagen stand der Rettungsdienst unter extremer Belastung, Kliniken und Seniorenheime in der Region mussten Abteilungen schließen, weil die Räume überhitzt wurden.
Der Aufbau einer Resilienz gegen Extremwetter ist aber nicht allein staatliche und städtische Aufgabe, sondern eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft.
Die Stadt Langenfeld appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger, sich zu informieren und Vorsorge zu treffen.
Informationen gibt es u.a. auf der Webseite der Stadt und des Kreises Mettmann:
https://www.langenfeld.de/hitzeschutz
https://www.kreis-mettmann.de/hitzeschutz
sowie in der Broschüre „Kühle Tipps für heiße Tage“, die im Rathaus ausliegt.
Gerade bei älteren Menschen lässt das Durstgefühl nach, besonders bei Hitze – ein fataler Kreislauf.
„Schauen Sie auch nach älteren Nachbaren, erinnern sie Kinder und Senioren an das ausreichende Trinken“, regt Christian Benzrath, Erster Beigeordneter der Stadt Langenfeld, an.
Die Stadt bittet zudem um Mithilfe. Wer über klimatisierte Räume verfügt und bereit ist, älteren Personen zeitweise Raum für eine Abkühlung zu bieten, hat jetzt die Möglichkeit, seine Kapazitäten anzumelden (siehe unten).
Das können Arztpraxen, Apotheken, Büroräume, Kanzleien mit Klimaanlagen sein, in deren Wartebereichen oder Empfangsbereich vor allem ältere Mitbürgervielleicht eine bis zwei Stunden verweilen dürfen.
Aber auch Ladenlokale mit Klimaanlagen oder auch klimatisierte Supermärkte, Fitnesscenter, Banken und Einkaufspassagen, Tankstellenshops und Restaurants und Hotels oder klimatisierte Betriebskantinen und Besprechungsräume sind geeignet, als „Kühler Ort“ zu fungieren.
Gerne berät die Stadt bei der Gestaltung eines solchen Ortes. Es bedarf vielleicht nur ein paar Stühlen, damit man sich in eine Ecke setzen kann und die gekühlte Luft nutzt, seine Körpertemperatur zu reduzieren.
Vor allem mittags und nachmittags wäre ein solches Angebote für viele Seniorinnen und Senioren eine Möglichkeit, der eigenen aufgewärmten Wohnung ein paar Stunden zu entkommen.
Die Stadt stellt Schilder zur Verfügung, mit denen die „Kühlen Orte“ dann gekennzeichnet werden können. Bereits das Angebot, drei Personen einen Aufenthalt zu ermöglichen, ist relevant und hilfreich.
Ein entsprechendes Formular findet man zudem auf der Webseite der Stadt unter dem Suchbegriff „Kühle Orte“ oder direkt unter folgendem Link:
https://beteiligung.nrw.de/k/1028781
Es besteht zudem die Möglichkeit, das
auszufüllen und auszudrucken, um es an die E-Mailadresse hitzeschutz@langenfeld.de oder postalisch an die
Stadt Langenfeld
Referat Stadtplanung und Denkmalschutz
Konrad-Adenauer-Platz 1
40764 Langenfeld
zuzusenden.
Mit den eingehenden Informationen wird die Stadt eine Karte erstellen, wo und zu welchen Zeiten Personen die Möglichkeit zur Kühlung finden. Ziel ist es, flächendeckend im gesamten Stadtgebiet „Kühle Orte“ benennen zu können.
„Es geht nicht darum, neue Kapazitäten zu schaffen, sondern vorhandene Möglichkeiten im Stadtgebiet zu eruieren und gemeinsam zur Stärkung der Hitze-Resilienz zu nutzen“, erklärt Bürgermeister Gerold Wenzens: „Das Angebot soll auch erst ab Tageshöchsttemperaturen von 35° Celsius gelten und natürlich nur während der angegebenen Zeiten.“
Selbstverständlich dürfen die hilfsbereiten Anbieter erwarten, dass die Betriebsabläufe durch die Kühlung suchenden Personen nicht gestört und Kapazitätsgrenzen akzeptiert werden.
Auch die Stadtverwaltung stellt bei großer Hitze (ab 35 Grad Celsius) während der Rathaus-Öffnungszeiten montags bis mittwochs von 12 bis 16 Uhr, donnerstags von 12 bis 15 Uhr und freitags von 10 bis 12 Uhr einen „Kühlen Ort“ in der Freiwilligenagentur (Pavillon unter dem Ratssaal) zur Verfügung.
Hier eine Übersicht der bereits an den ersten Tagen gemeldeten "Kühlen Orte", die ab Temperaturen von 35 Grad Celsius aufgesucht werden können:
- Stadtbibliothek Langenfeld (während der Öffnungszeiten Di. 9-19 Uhr, Mi. und Do. 14-19 Uhr, Fr. 9-19 Uhr und Sa. 10-14 Uhr).
- Pavillon der Freiwilligenagentur unter dem Bürgersaal des Rathauses (mo. bis mi. von 12 bis 16 Uhr; do. von 12 bis 15 Uhr und freitags von 10 bis 12 Uhr ).
- Stadt-Sparkasse Langenfeld, Schalterhalle Haupstelle Solinger Straße 51-59 ( Mo. bis Fr. 9 bis 16 Uhr, Do. 9 bis 18 Uhr ).
- Bücherecke Hiltrud Markett, Hauptstraße 62 (Mo. bis Fr. 9.30 bis 18. 30 Uhr, Sa. 10 bis 14 Uhr).
- Jordan Olivenöl Lagerverkauf, Landwehr 25 (Mo. bis Fr. 10 bis 18 Uhr, Sa. 10 bis 15 Uhr).
- Deutsche Vermögensberatung, Robert-Koch-Straße 9 (Mo. bis Fr. 10 bis 20 Uhr).
- Markt-Apotheke, Hauptstraße 115, (Mo. bis Do. 8:30 bis 18:30 Uhr, Fr. 8:30 bis 15 Uhr, Sa. 9 bis 14 Uhr).
- Gebäudereinigung Ruthemeyer, Industriestraße 22 (Mo. bis Fr. 8 bis 16 Uhr).
- Kundenzentrum der Stadtwerke GmbH, Solinger Straße 41 (Mo., Mi., Fr. 8 bis 12 Uhr; Di. & Do. 8 bis 12 und 13 bis 18 Uhr).
- Stadt-Sparkasse Langenfeld, Geschäftsstelle Richrath (Mo. bis Fr. 9 bis 13 Uhr und 14 bis 16 Uhr).
Weitere Details zu den Anbietern "Kühler Orte" sind in der Übersicht unten auf der Seite des Beteiligungsportals zu finden:
https://beteiligung.nrw.de/k/1028781
Unabhängig von dieser Aktion hat die Stadtverwaltung zudem eine „Taskforce Extremwetter“ eingerichtet, um die Einsatzplanung für künftige Hitzewellen vorzubereiten.
Hier werden die Auswirkungen der massiven Hitze auf die Stadt analysiert und kurzfristige und mittelfristige Schutzmaßnahmen entwickelt und vorbereitet.
