Familienpaten – Unterstützung im ersten Baby-Jahr und darüber hinaus

Veröffentlicht am: 22.11.2021
Infos über das Engagement von Familienpatinen

Sie haben Zwillinge bekommen, aber wenig Hilfe? Sie sind als junge Mutter oder junger Vater ohne Pause eingespannt? Eines Ihrer Kinder braucht mehr Aufmerksamkeit, die Ihnen als Alleinerziehende aber fehlt? Sie fühlen sich nach der Geburt müde und möchten einfach mal schlafen?

Es ist normal, dass Eltern in solchen Situationen an die eigenen Grenzen stoßen. Die regelmäßige Unterstützung durch eine Freiwillige oder einen Freiwilligen kann hier eine große Entlastung sein. Nicht nur nach der Geburt, auch ein paar Jahre später können verschiedene familiäre Faktoren dazu führen, dass man etwas Hilfe gut brauchen kann. Das Angebot des Familienbüros wird durch den SKF Langenfeld organisiert und durchgeführt. Es richtet sich an alle Familien mit Kindern von null bis sechs Jahren. Die Begleitung durch eine Familienpatin oder einen Familienpaten für Mütter und Väter kostenfrei.

Auch in der Corona-Zeit wird das Angebot der Familienpatenschaften fortgesetzt: Die Patinnen und Paten treffen sich mit den Familien draußen unter Einhaltung der AHA-Regeln oder sie lesen den Kindern am Telefon oder über Videotelefonie vor.

Planbare Pause für Mütter und Väter

Können Freundinnen oder Freunde nicht regelmäßig helfen, wohnen die Großeltern in einer anderen Region, dann können die Familienpatinnen und Familienpaten diese Lücke sehr gut füllen. Sie sind für den Einsatz in den Familien geschult.

Die Freiwilligen ermöglichen Eltern eine planbare Pause und betreuen in der Zeit deren Kind oder Kinder. So können sich Mütter und Väter einmal entspannen, in Ruhe einen Kaffee trinken oder etwas ohne Kinder, oder zum Beispiel nur mit einem Kind erledigen.

Die Ehrenamtlichen, Familienpatinnen oder Familienparten, wie die Freiwilligen auch genannt werden, sind aber auch für die Eltern da. Auf Wunsch begleiten sie die Familie bei Behördengängen oder hören einfach zu und machen Mut.

Für wen sind Familienpatenschaften gedacht?

Die Begleitung durch eine Familienpatin oder einen Familienpaten können Eltern mit einem Kind im Alter von bis zu sechs Jahren erhalten. Die Familienpatinnen und Familienpaten unterstützen die Familien meist für zwei bis drei Stunden in der Woche. In der Regel kommen sie zu festen Zeiten, auf die sich beide Seiten verständigt haben. In den meisten Fällen ist eine Familienpatenschaft nicht begrenzt, sondern dauert an wie es gewünscht ist.

Welche Aufgaben übernehmen Patinnen und Paten?

Die freiwillig Engagierten gehen den Müttern und Vätern bei alltäglichen Aufgaben zur Hand. Sie übernehmen zum Beispiel folgende Tätigkeiten:

  • Freizeitgestaltung mit Kindern wie Vorlesen, Spielen, Basteln oder auf den Spielplatz gehen
  • älteren Geschwisterkindern bei den Hausaufgaben helfen
  • Eltern zu Arztterminen und Ämtern begleiten
  • Beim Ausfüllen von Anträgen helfen
  • Anregungen bei Erziehungsfragen geben
  • Für die Eltern ein offenes Ohr haben bei Fragen und Sorgen rund ums Kind
  • Eltern bei der Suche nach einer Krabbelgruppe oder Kita unterstützen
  • Familien bei Bedarf zu Beratungsstellen lotsen

Putzen und Bügeln zählen nicht zu den Tätigkeiten der Freiwilligen, da sie keine Haushaltshilfen sind. Welche Aufgaben eine Patin oder ein Pate letztlich in einer Familie übernimmt, hängt vom Bedarf der betreuten Familie ab. Und davon, was die oder der Freiwillige anbietet. Denn jeder hat seine eigenen Stärken.

Wer vermittelt die Freiwilligen?

„Wünschen Familien die Begleitung durch Freiwillige, dann können sie sich an eine Koordinationsstelle wenden, die Freiwillige an Familien vermittelt. Diese sind im Familienbüro bei den Frühen Hilfen zu finden, oder beim SKF Langenfeld selbst“, sagt Kathrin Schwanke Leiterin des Familienbüros der Stadt Langenfeld.

Hier wird geschaut, welche Familien und Familienpatinnen und -paten gut zusammenpassen. In der Regel vermittelt Frau Janine Rauh vom SKF Langenfeld das erste Kennenlernen zwischen den Familien und Freiwilligen. „Dabei kommt es auf die berühmte Chemie an: Fühlen sich alle wohl, ist schon ein wichtiger Grundstein für eine gelungene Patenschaft gelegt“, sagt sie.

Während der Patenschaft führt die Freiwilligenkoordinatorin oder der Freiwilligenkoordinator mit den Familien und den Freiwilligen regelmäßig Gespräche über den Verlauf der Familienpatenschaft. Treten Konflikte auf, kann die Fachkraft beratend und vermittelnd zur Seite stehen. Ebenso finden für die Freiwilligen regelmäßige Austauschtreffen in Form eines gemeinsamen Frühstücks statt. „Hier tauschen sich unsere Familienpatinnen und Familienpaten über ihre Erfahrungen aus und geben sich gegenseitig gute Tipps und Ideen weiter“, sagt Frau Janine Rauh vom SKF Langenfeld.

Die Patenschaft kann jederzeit von den Familien und Freiwilligen beendet werden, zum Beispiel wenn es keinen Betreuungsbedarf mehr gibt, oder die Freiwilligen aus gesundheitlichen Gründen die Patenschaft abgeben möchten. In den meisten Fällen ist die Familienpatenschaft ein Gewinn für alle Beteiligten.

Familienpatenschaften sind ein aufsuchendes Angebot der Frühen Hilfen. Die Bundesstiftung Frühe Hilfen fördert die professionelle Koordination, die die Familienpatenschaften vermittelt und betreut. Frau Schwanke erläutert: „Die Stadt Langenfeld hat sich mit dem SKF Langenfeld einen Kooperationspartner an die Seite geholt, der dieses Projekt nun schon über Jahre im Auftrag betreut. Zurzeit findet wieder ein neuer Kurs für Freiwillige statt, so dass bald wieder Paten und Patinnen bereit sind, Familien zu unterstützen. Dies ist ein tolles Projekt für Langenfelder Familien und hat sich nun über Jahre bewährt! Der SKF leistet dabei eine wunderbare Arbeit und organisiert sowohl die Kurse der Freiwilligen, als auch die Überleitung der Familienpatinnen und Familienpaten in die Familien mit viel Engagement und Einfühlungsvermögen.“

Hier können Sie Kontakt aufnehmen:

SKF Langenfeld

Janine Rauh

Tel.: 0178 3981306

E-Mail: janine.rauh@skf-langenfeld.de

Andrea Lehmann

Tel.: 02173 39476-19

E-Mail: andrea.lehmann@skf-langenfeld.de