Kinderrechteschule: Vier Schulen ausgezeichnet

Veröffentlicht am: 24.09.2021
Auf dem Foto vorne von links: Jerome, Denise, Tobias, und Ines. Hinten von links: Bürgermeister Frank Schneider, Christina Heine (stelv. Schulleiterin Förderzentrum Süd), Mona Mulders (Schulleiterin Förderzentrum Süd), Liane Neuhaus (Schulleiterin Erich Kästner-Schule), Katja Linder (Schulleiter Peter Härtling-Schule) und Ingrid Graser (bei der Stadt zuständig für die Kinder- und Jugendbeteiligung).

Das Landesprogramm „Kinderrechteschulen“ unterstützt die Teams von OGS und Schule dabei, ihre pädagogische Praxis an der UN-Kinderrechtskonvention auszurichten. Ziel ist es, eine partizipative, inklusive und diversitäts-bewusste Lernumgebung für alle Kinder und Jugendlichen zu schaffen.

Hierzu wurde in Langenfeld eine Qualifizierungsreihe vom Bildungsträger EDUCATION Y in Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Bildung und UNICEF angeboten. Teilgenommen haben die Peter-Härtling-Schule (Gieslenberger Str. 51-53), die Erich Kästner-Schule (Fahlerweg 25-27) sowie das Förderzentrum Süd mit den Teilstandorten Fahlerweg 17 in Langenfeld und Krischer Str. 31 in Monheim.

Einzigartig ist, dass die Möglichkeit zur Zertifizierung erstmals von einer Kommune organisiert wurde, indem die Kinder- und Jugendbeteiligung der Stadt Langenfeld die Gesamtkoordination des Projektes übernahm.

An einer Info-Veranstaltung zum Thema „Kinderrechte in der Schule“ Ende 2019 waren fast alle Langenfelder Schulen anwesend. Von diesem Thema waren vier Einrichtungen so begeistert, dass sie sich für den Weg zur Kinderrechteschule entschlossen.

Zu den Modulen gehörten neben vier schulübergreifenden Trainingstagen von Vertreter*innen aller teilnehmenden Bildungseinrichtungen auch ein schulinterner Konzeptionstag pro Schule samt OGS mit allen Kolleg*innen. Hinzu kam die Möglichkeit von Selbstlernmodulen für einzelne Inhalte. Ebenso mussten die Einrichtungen ein Audit durchführen und die Schüler*innen befragen, wie sie die Umsetzung der Kinderrechte an ihrer Schule einschätzen. Die Heranwachsenden wurden über Kinderrechte informiert und an den Standorten wurden individuelle Projekte durchgeführt. Auch die Einführung von Klassenräten war obligatorisch. Selbstverständlich wurde die Elternschaft in den neuen pädagogischen Schwerpunkt involviert. Auf diese Weise wurde eine intensive Schulentwicklung zum Schwerpunkt Kinderrechte umgesetzt.

Anlässlich der formellen Zertifizierung zur „Kinderrechteschule NRW“ wurde am 23. September auf dem Schulhof des Förderzentrums Süd ein Markt der Möglichkeiten mit verschiedenen Ständen aufgebaut. Hier erhielten die geladenen Gäste grundsätzliche Informationen über das Landesprogramm, aber auch über die einzelnen Schritte der vier Einrichtungen auf dem Weg zur Qualifizierung sowie über durchgeführte Projekte. Zusätzlich veranschaulichte das Unicef-Junior-Team seine Aktivitäten. Die feierliche Übergabe der Zertifikate erfolgte nach den einstimmenden Worten des Bürgermeisters durch Elisabeth Stroetmann vom Landesprogramm Kinderrechteschule.

Weitere Informationen unter https://kinderrechteschulen.de