Resolution des Rates zu Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit

Veröffentlicht am: 23.09.2021

Der Rat der Stadt Langenfeld hat in seiner Sitzung am Dienstag, 21. September 2021, einstimmig eine Resolution beschlossen, die als „Langenfelder Bekenntnis zu Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit“ formuliert wird:

Langenfeld ist eine weltoffene und tolerante Stadt. Menschen vieler Nationalitäten, Kulturen und Religionen sind hier zu Hause, prägen das Gesicht unserer Stadt und machen sie lebendig.

Gemeinsam treten wir für eine offene Stadtgesellschaft ein, die von Humanität, Toleranz, Demokratie, kultureller Vielfalt und Solidarität getragen wird.

Unsere Demokratie und die damit verbundenen Werte des Grundgesetzes sind die bedeutendsten Errungenschaften der Bundesrepublik Deutschland. Wir treten ein für ein Langenfeld, das Chancen und Perspektiven für alle Menschen bietet, die friedlich und im Einklang mit dem Grundgesetz hier leben.

Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus lehnen wir entschieden ab. Dafür gibt es kein Verständnis und keine Rechtfertigung. Haltungen und Handlungen, die die Persönlichkeitsrechte verletzen, wollen wir entschlossen entgegentreten und sie bekämpfen. Demokratische Werte zu leben und immer wieder zu beleben, ist ein ständiger Prozess, der uns alle gemeinsam fordert und bereichert.

Wir treten ein für einen respektvollen Umgang In unserer Stadt treffen vielfältige Interessen, Ansichten und Meinungen aufeinander.

Deshalb braucht es eine offene Debatte, in der verschiedene Meinungen eingebracht werden können und dürfen. Meinungsverschiedenheiten dürfen aber nicht in Feindschaft und Hass münden. Wir stehen ein für Grundregeln der demokratischen Kultur und einen respektvollen Umgang miteinander, sonst nehmen der Zusammenhalt der Gesellschaft und die Demokratie Schaden.

Verunglimpfung, Beleidigungen und Gewalt in der Sprache, auch im digitalen Raum, dürfen nicht toleriert werden. Wir treten entschieden dafür ein, dass Menschen in ihrer Würde nicht herabgesetzt werden. Wir treten entschieden dafür ein, dass menschenverachtende Ideologien nicht salonfähig werden.

Kommunalpolitik braucht Bürgernähe, Empathie und offene Ohren. Wir kämpfen für ein menschliches Miteinander. Wir stärken und schützen diejenigen, die sich ehrenamtlich in der Stadtpolitik und für die Stadtgesellschaft engagieren.