Verantwortliche der Feuerwehren gehen von keiner Gefährdung für Langenfeld aus

Veröffentlicht am: 29.07.2021

Am Dienstag war es in Leverkusen-Bürrig zu einer Explosion in der Müllverbrennungsanlage im Chemiepark Leverkusen gekommen, in deren Folge sich eine Rauchwolke ausgebreitet hatte.

Das Landesumweltamt hat Messungen der Rauchwolke durchgeführt und verlautet, dass man „derzeit“ von giftigen Verbindungen (z.B. Dioxine, PCB- und Furanverbindungen“ im Rauch) ausgehe.

Zudem wird zur Zeit der Rußniederschlag, der kurze Zeit nach der Explosion in manchen Stadtteilen von Leverkusen niedergegangen ist, auf seine Zusammensetzung hin untersucht.

Die unmittelbar angrenzende Stadt Langenfeld bzw. der Kreis Mettmann wurden am Dienstag allein schon über eine Vielzahl an Notrufen, die allerdings den Einsatzort nicht klar beschreiben konnten, auf dieses Ereignis aufmerksam.

Die alarmierten Kräfte stellten an der Stadtgrenze fest, dass sich die Örtlichkeit im Bereich der Stadt Leverkusen befand und dass sich die Rauchwolke nicht in Richtung Langenfeld/Kreis Mettmann entwickelte, sondern weiter östlich abzog.

„Im Weiteren wurde sowohl von der Stadt Langenfeld, als auch seitens des Kreises Mettmanns Kontakt mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) aufgenommen, um zu erfahren, wie sich der Wind – und damit verbunden die Rauchwolke – weiter entwickeln würde. Beide Stellen konnten in Erfahrung bringen, dass das Stadtgebiet Langenfeld bzw. das Kreisgebiet Mettmann nicht unmittelbar betroffen sein würden“, erklären der Kreisbrandmeister, Torsten Schams und der Referatsleiter der Feuerwehr Langenfeld, Wolfram Polheim.

Um diese fachmännische Meinung zu verifizieren, wurden im Laufe des Dienstages Kontrollfahrten durch die Feuerwehr Langenfeld insbesondere im Ortsteil Reusrath durchgeführt, die die meteorologische Beurteilung bestätigten.

„Daher kann davon ausgegangen werden, dass hier zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestand und auch jetzt keine Einschränkungen vorhanden sind“, betonen die beiden Verantwortlichen.

Vorsorglich nahm der städtische Betriebshof die Spielplätze im Süden Langenfelds in Augenschein und stellte dabei keine Rußniederschläge fest.

Zudem steht die Feuerwehr Langenfeld mit der Umweltüberwachung und dem Krisenstab der Stadt Leverkusen in Kontakt, die beide bislang zu keiner Zeit eine Gefährdung für Langenfeld festgestellt haben.

Für die Anwohner*innen in Leverkusen wurde eine Hotline eingerichtet. Sie sind gebeten, auch Rückstände und Rußniederschlag auf Grundstücken und Straßen dort zu melden. Die Hotline ist unter 0214 - 2605 99333 erreichbar. Currenta entsendet Teams, um an den gemeldeten Fundorten Proben zu nehmen. Sollten wider Erwarten derartige Rückstände im Bereich Langenfeld durch Bürgerinnen und Bürger festgestellt werden, sollte die Hotline ebenfalls hierüber informiert werden.  

Hintergrundinformation zu Rauchausbreitung
Hinzu kommt ein weiterer Effekt der Rauchausbreitung, der der Bevölkerung oftmals unbekannt ist: wie auch oft in Wetterberichten dargestellt, ist warme Luft leichter als kalte und steigt daher auf. Dies ist auch bei Rauchwolken durch die hohen Temperaturen bei einem solchen Brandgeschehen der Fall. Kühlt sich die Rauchwolke dann ab, senkt sie sich wieder – dies aber teilweise weit entfernt von der Einsatzstelle, da die Rauchwolke in der Zwischenzeit vom vorherrschenden Wind bereits wegtransportiert wurde.

So kam es dazu, dass z.B. im relativ weit entfernten Dortmund ein Geruch des Brandes in Leverkusen spürbar war, im direkt angrenzenden Langefeld neben einer sehr kurzfristigen Geruchswahrnehmung jedoch keine Auswirkungen wie z. B. Rußniederschlag festzustellen waren.