Mit dem Begriff "Pflegekinder" sind junge Menschen unter 18 Jahren gemeint, die in einer anderen als der leiblichen Familie betreut werden, ohne von ihr adoptiert worden zu sein.

Es gibt Kinder, die z.B. wegen Erkrankung ihrer Eltern oder wegen einer familiären Krisensituation vorübergehend oder für einen längeren Zeitraum oder auf Dauer nicht in der eigenen Familie leben können.

Alleinerziehende Elternteile haben oftmals Schwierigkeiten, die Erziehung ihrer Kinder und eine Ausbildung oder Berufstätigkeit zu verbinden. Sie sind darauf angewiesen, ihre Kinder tagsüber anderweitig unterzubringen.

Um den unterschiedlichen Gründen für ein Pflegeverhältnis gerecht werden zu können, gibt es in Langenfeld verschiedene Pflegeformen:

  • Bei der Tagespflege sind die Kinder für einige Stunden oder auch den ganzen Tag in der Pflegefamilie.
  • Bei der Not- und Kurzzeitpflege werden die Kinder Tag und Nacht (Vollzeitpflege) in der Pflegefamilie betreut . Die Unterbringung in der Pflegefamilie ist zeitlich begrenzt und überschaubar.
  • Bei der Dauerpflege wird das Kind langfristig oder dauerhaft bei einer Pflegefamilie in Vollzeitpflege aufwachsen.

Die Tagespflege wird in § 23 KJHG geregelt und ergänzt das Angebot der Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen.

Die gesetzliche Grundlage für die Vollzeitpflege als eine Möglichkeit der Hilfe zur Erziehung wird in § 33 KJHG beschrieben.

Pflegepersonen sollten folgende Mindestvoraussetzungen erfüllen:

  • Vollendung des 25.Lebensjahres
  • körperliche und geistige Gesundheit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit zu körperlicher Pflege und emotionaler Zuwendung
  • emotionale Stabilität, gute soziale Wahrnehmungsfähigkeit und Belastbarkeit
  • Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie des Kindes und der Jugendhilfe
  • kindgerechte Wohnverhältnisse
  • gesicherte finanzielle Lebenssituation

Sprechzeiten Der Allgemeine Soziale Dienst des Fachbereiches Jugend der Stadt Langenfeld ist Ansprechpartner, Beratungs- und Vermittlungsstelle, wenn Sie die Aufgabe der Pflegeelternarbeit übernehmen möchten oder Sie als Eltern/Elternteil eine Familienpflegestelle für ihr Kind suchen.

Adoption

Die Adoption hat in vielen Kulturen der Welt eine lange Tradition. Sie ist ebenfalls in unserer Gesellschaft eine legitime und anerkannte Form der Familienbildung .

Adoptionsvermittlung ist in der Regel das Zusammenführen eines Kindes mit Adoptionsbewerbern, die ein Kind annehmen wollen. In der Bundesrepublik Deutschland dürfen nur gesetzlich autorisierte Adoptionsvermittlungsstellen der Jugendämter und Wohlfahrtverbände (z.B. Diakonisches Werk, Caritas) Adoptionsvermittlungen durchführen. Die Adoptionsvermittlungsstellen suchen für Kinder geeignete Eltern (Adoptionsbewerber).

Zu den Aufgaben der Adoptionsvermittlungsstelle gehört die Beratung und Begleitung sowohl der leiblichen Eltern als auch der Adoptiveltern vor, während und nach Abschluss des Adoptionsverfahrens.

Bei Adoptionen eines Kindes durch Verwandte oder einen Stiefelternteil berät die Adoptionsvermittlungsstelle und hat zu prüfen, ob die Adoption dem Wohl des Kindes dient und ob zwischen dem Kind und dem Annehmenden ein Eltern-Kind-Verhältnis entsteht.

Nicht selten haben sich Lebensverhältnisse insgesamt so schwierig und tragisch entwickelt , dass Eltern/Mütter trotz verschiedener Hilfsangebote überlegen, ob es vielleicht besser wäre, ihr Kind zur Adoption freizugeben.

Gespräche bei einer Adoptionsvermittlungsstelle können helfen, bei diesen Überlegungen Klarheit zu gewinnen. Sie erhalten dort Informationen und Auskünfte in allen mit der Adoption zusammenhängenden persönlichen und rechtlichen Fragen. Die Gespräche werden absolut vertraulich behandelt.

Folgende Mitarbeiterinnen der Adoptionsvermittlungsstelle des Fachbereiches Jugend  stehen Ihnen zur Verfügung: Herr Bremer und Frau Hopp