Zustands- und Funktionsprüfung von privaten Abwasseranlagen

Informationen  zur Zustands- und  Funktionsprüfung von privaten Abwasserleitungen Mit der vom Landtag beschlossenen Neuregelung der Verordnung zur Selbstüberwachung von privaten Abwasseranlagen zur Entsorgung von Schmutzwasser in Wasserschutzzonen sieht die Stadtverwaltung Langenfeld ihre Aufgabe in der Information der Hauseigentümer und setzt auf deren Verantwortungsbewusstsein, die vom Land geforderten Zustands- und Funktionsprüfungen fristgerecht durchführen zu lassen.

Gesetzliche Grundlagen

Der Landtag NRW hat am 17.10.2013 die neue Verordnung zur Selbstüberwachung von Abwasseranlagen verabschiedet. Darin ist auch die Selbstüberwachung privater Abwasseranlagen geregelt. Wer auf seinem Grundstück private Abwasserleitungen zur Entsorgung von Schmutzwasser betreibt, ist verpflichtet, den Zustand und die Funktionsfähigkeit der im Erdreich oder unzugänglich verlegten Leitungen einschließlich verzweigter Leitungen unter der Bodenplatte des Gebäudes sowie der Einsteigeschächte oder Inspektionsöffnungen zu prüfen. Die Abwasseranlagen müssen dabei den Anforderungen der allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen.

Wer führt die Zustands- und Funktionsprüfung der Abwasserleitungen durch?

Die Zustands- und Funktionsprüfung darf nur von anerkannten Sachkundigen durchgeführt werden, die in einer landesweiten  Sachkundigen-Liste“ aufgeführt sind. Diese Liste führt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW auf seiner Internetseite unter www.sadipa.it.nrw.de/Sadipa, bzw. kann bei der Stadt Langenfeld im Referat Umwelt, Verkehr, Tiefbau
abgefragt werden.

Auch wenn nur ein Teil der Schmutzwasserleitung sich innerhalb einer Wasserschutzzone befindet, wird eine Funktionsprüfung erforderlich.

Welche Fristen müssen eingehalten werden?

Nach der neuen Rechtsverordnung zur Zustands- und Funktionsprüfung gelten für häusliche Abwasserleitungen in Wasserschutzgebieten folgende Fristen: 31.12.2015 für Leitungen, die vor 1965 verlegt wurden 31.12.2020 für Leitungen, die nach 1965 verlegt wurden. Diese Abwasserleitungen sind 30 Jahre nach der genannten Frist einer Wiederholungsprüfung zu unterziehen. Für bestehende Abwasserleitungen, die industrielles oder gewerbliches Abwasser fortleiten, gelten folgende Fristen für die Erstprüfung: 31.12.2015 für Leitungen in Wasserschutzgebieten, die vor 1990 verlegt wurden 31.12.2020 für alle Leitungen in Wasserschutzgebieten, die nach 1990 verlegt wurden.

Nach welchen Methoden sind Zustands- und Funktionsprüfungen durchzuführen?

Nachdem die Abwasserleitungen zuerst gereinigt wurden, wird durch eine Revisionsöffnung die Hausanschlussleitung mit einer Kamera befahren. Der Leitungszustand kann so optisch beurteilt werden. Erkannte Schäden werden im Videofilm dokumentiert. Grundsätzlich reicht bei Altanlagen eine solche TV-Untersuchung zur Zustands- und Funktionsprüfung aus. Bei Neuanlagen und/oder wesentlichen Änderungen ist eine TV-Untersuchung und eine Druckprüfung mit Luft/Wasser durchzuführen. Grundstückseigentümer müssen vom Sachkundigen/ Prüfer ausführliche Unterlagen erhalten, zu denen u.a. die Bescheinigung der Zustands- und Funktionsprüfung gehört sowie weitere Anlagen wie ein Bestandsplan / eine Lageplanskizze, eine Fotodokumentation der Örtlichkeit und (bei optischer Prüfung) eine CD/DVD mit den Befahrungsvideos, Haltungs- / Schachtberichte und eine Bilddokumentation festgestellter Schäden oder bei Prüfung mit Luft oder Wasser die Prüfprotokolle.


Was ist zu tun, wenn der Hausanschluss schadhaft ist?

Die neue Verordnung schreibt Sanierungsfristen für drei Schadensklassen (A-C) vor. Bei der Schadensklasse A (z.B. einsturzgefährdete Leitung) ist grundsätzlich eine kurzfristige  Sanierung durchzuführen. Bei einem mittelgroßen Schaden der Klasse B soll die Leitung in einem Zeitraum von 10 Jahren saniert  werden. Geringfügige Schäden der Klasse C bedürfen keiner Sanierung.

Mehr Informationen zur Zustands- und Funktionsprüfung erhalten Grundstückseigentümer/innen beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz
unter www.lanuv.nrw.de/wasser/abwasser/dichtheit.htm
und bei der Stadt Langenfeld Rhld. im Referat 530 - Umwelt, Verkehr, Tiefbau, Abteilung Grundstücksentwässerung unter der Telefonnummer 02173/794-5306.
Entsprechende Informationsbroschüren liegen ebenfalls im Rathaus aus. 

Ansprechpartner:

Stadt Langenfeld - Referat Umwelt, Verkehr, Tiefbau



Kontakt:

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Email Name Telefon Fax
E-Mail Telefon 02173/794-5306 Fax 02173/794-95306
E-Mail Telefon 02173/794-5305 Fax 02173/794-95305














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