Update zum Brand der Flüchtlingsunterkunft Alt Langenfeld am 7.10.2018

Nach dem Brand in der der Flüchtlingsunterkunft Alt Langenfeld bringt Bürgermeister Frank Schneider nochmals seine Erleichterung darüber zum Ausdruck, dass niemand bei dem Feuer verletzt wurde, das am frühen Sonntagmorgen des 7. Oktober 2018 im Dachgeschoss ausgebrochen war.

Bürgermeister dankt Ehrenamtlichen, Feuerwehr und Kollegium

Gleichzeitig dankt Frank Schneider den vielen ehrenamtlichen Kräften, vor allem der Flüchtlingshilfe und des Deutschen Roten Kreuzes, die sofort ihre Hilfe vor Ort anboten und nicht zuletzt der Feuerwehr, die mit ihren hauptamtlichen und freiwilligen Kräften durch schnelles und beherztes Eingreifen Schlimmeres verhinderten.

Außerdem richtet der Bürgermeister seinen Dank an die Kolleginnen und Kollegen aus dem Referat Soziales, die ebenfalls seit Sonntag intensiv in der Betreuung der betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner engagiert sind.

Nachdem am Sonntag zunächst alle Betroffenen in eine sofort betriebsbereite Ersatzunterkunft an der Albert-Einstein-Straße verlegt wurden, vermittelte das DRK Langenfeld bereits am Sonntagnachmittag mit seiner Kleiderkammer eine Grundausstattung.

Zusätzlich versorgte die Betreuungseinheit des Roten Kreuzes die Bewohnerinnen und Bewohner mit warmen Mahlzeiten und stellte auch eine Frühstücksverpflegung am Montagmorgen zur Verfügung.

Schnelle Hilfe am Übergangs-Wohnort auf die Beine gestellt

Seit Montagmittag verfügen die Familien und Alleinstehenden in der Ersatzunterkunft über die Möglichkeit, sich wie aus der Unterkunft Alt Langenfeld gewohnt, selbst zu versorgen. Dazu wurden neben der Einrichtung der Gemeinschaftsküche auch für jede Wohneinheit Kühlschränke von der Stadt gestellt. Die finanzielle und materielle Ausstattung der Betroffenen durch die Stadt Langenfeld ist daher in gewohnter Weise gewährleistet.

Darüber hinaus erhielten alle betroffenen Personen zusätzliche Einkaufsgutscheine für einen nahe gelegenen Supermarkt.

Am Dienstag und am Mittwoch erhielten die Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeit, ihre wichtigsten Unterlagen und Wertsachen aus ihren Wohnräumen in Alt Langenfeld zu holen. Sie wurden durch die Stadt zum Brandort gefahren und durften ihre Zimmer sichern.

Hab und Gut mit Ausnahme einer Familie blieb erhalten

Die Schäden durch Ruß und Löschwasser sind widererwarten gering, so dass bis auf eine Familie alle Evakuierten in den nächsten Wochen ihr gesamtes Hab und Gut zurück erhalten können. Damit ist nun nach zwei Tagen klar, dass nur vier Personen beim Brand ihr Eigentum verloren haben. Zwar konnte auch diese Familie einige Unterlagen und persönliche Gegenstände bergen, der Ruß hat die Wohnräume aber völlig unbenutzbar gemacht.

Die betroffene Familie, die unmittelbar neben dem in Brand geratenen Raum wohnte, hat bereits eine finanzielle Soforthilfe seitens der Stadt Langenfeld erhalten. Die verloren gegangenen Möbel und Kleidungsstücke werden komplett ersetzt.

Umzug an die Theodor-Heuss-Straße

Da der Dachstuhl des Gebäudes stark beschädigt ist und das Vorderhaus deshalb vorläufig nicht bewohnbar sein wird, können nach aktuellem Stand 13 Personen nicht in die Unterkunft Alt Langenfeld zurückkehren. Sie werden zeitnah mit Wohnraum an der Theodor-Heuss-Straße versorgt, um vor allem den Kindern weiterhin ihr gewohntes soziales Umfeld mit Nähe zu Schule und Kita zu sichern. Dort muss in den kommenden Tagen die Haustechnik „ans Netz“ gelegt werden, Leitungen gespült und Heizungen gestartet werden, bevor der Bezug möglich ist.

Es ist somit möglich, die bisherige vertraute Hausgemeinschaft des Vorderhauses der Unterkunft  Alt Langenfeld dort weitgehend gemeinsam unterzubringen.

Rückkehr in weitgehend unbeschädigten Gebäudeteil von Alt Langenfeld in Vorbereitung

Wenn möglich, werden auch individuelle Standortwünsche berücksichtigt. Schon jetzt steht fest, dass die Personen, die im hinteren Gebäudeteil der Unterkunft wohnen, dorthin zurückkehren können. Sie waren überhaupt nur evakuiert worden, weil das Gebäude nicht mehr beheizt und mit Strom und Wasser versorgt werden konnte. Derzeit wird die Gebäudetechnik wieder hergestellt, da Heizung, Strom und Wasser über das beschädigte Vorderhaus angeschlossen waren.

Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, können die Mehrzahl der Bewohnerinnen und Bewohner wieder in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren.

Fahrdienst für die Kinder eingerichtet

Bis zu den Schulferien stellt die Stadt mit einem Shuttle-Service sicher, dass alle Kinder vom vorübergehenden Ersatzwohnort zur Schule und zum Kindergarten kommen. Die Flüchtlingshilfe hatte sich dankenswerter Weise spontan am Montag um den Fahrdienst gekümmert, der seit Dienstag durch die Stadt Langenfeld übernommen wird.

Selbstverständlich hat bereits am Montag auch der Fachbereich Jugend, Schule, Sport die Schulen und Kindertageseinrichtungen über den Vorfall informiert und mitgeteilt, dass die Kinder bis zum Ferienbeginn ggf. besonderer Aufmerksamkeit bedürfen.

Seit Sonntag ist jeden Tag eine Kontaktperson des Referates Soziales der Stadt in der Unterkunft vor Ort und klärt Bedarfe und Bedürfnisse ab. Hierbei  wird das Team von den Mitgliedern der Flüchtlingshilfe und den städtischen Honorarkräften zur Betreuung der Flüchtlinge unterstützt.

Angebot der psychosozialen Betreuung

Gemeinsam mit der LVR-Klinik hat die Stadt den Betroffenen die Beratung durch die psychiatrische Migranten- und Trauma-Ambulanz angeboten, wenn besondere psychische Hilfe und Unterstützung aufgrund des Brandereignisses benötigt werden. Mit dem leitenden Oberarzt Dr. Ozankan und einer Dolmetscherin haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung am Mittwoch das Angebot der spezialisierten Beratungsstelle in der Unterkunft den Bewohnerinnen und Bewohnern vorgestellt und bereits feste Beratungstermine vereinbart.

Einige der Flüchtlinge haben aufgrund ihrer Erfahrungen in ihren Heimatländern ggf. besondere Belastungsmomente erfahren müssen und befinden sich bereits seit ihrer Ankunft in Deutschland in regelmäßiger psychologischer Behandlung. Sie hatten auch aus eigener Initiative bereits Kontakt zu ihren jeweiligen behandelnden Ärzten und Psychologen aufgenommen. Hier konnte das Team der LVR-Klinik weitere Ratschläge geben.

Somit ist neben der materiellen Soforthilfe auch die seelische Unterstützung gewährleistet.

Schadenssumme steht noch nicht fest

Zur konkreten Schadenssumme können aktuell noch keine Angaben gemacht werden.

Der Brandschutz spielt in einer Gemeinschaftsunterkunft stets eine besondere Rolle. Der Brandschutz wird regelmäßig überprüft. Zuletzt fand eine Brandschau der Feuerwehr am 18. April 2018 statt.

Leider kommt es vereinzelt vor, dass Rauchmelder entwendet und Feuerlöscher entleert oder ebenfalls entwendet werden. Mitarbeiter der Stadtverwaltung stellten im Rahmen einer In-Augenscheinnahme in Alt Langenfeld nach der Freigabe der Räumlichkeiten durch die Polizei und die Feuerwehr jedoch vor Ort fest, dass sich in den betroffenen Räumen entsprechend dem Brandschutz-Konzept der Einrichtung die erforderlichen Rauchmelder und Feuerlöscher befanden.

Brandursache wird noch ermittelt

Wie die Kreispolizei Mettmann bereits mitgeteilt hatte, wurde der Fall zu weiteren Ermittlungen dem Staatsschutz des Polizeipräsidiums Düsseldorf übergeben. Diese Ermittlungen dauern an.

Als Signalwirkung an die Betroffenen wird vor dem Hintergrund der noch nicht geklärten Brandursache der Einsatz des Sicherheitsdienstes bereits seit Sonntag intensiviert.

Stand: 10.10.2018

News:

Update zum Brand der Flüchtlingsunterkunft Alt Langenfeld am 7.10.2018

Am Sonntag, 7.Oktober 2018, brannte in den Morgenstunden die Flüchtlingsunterkunft Alt Langenfeld. Bei dem Brand wurde glücklicher Weise niemand verletzt. Nach der schnellen Erstversorgung der Bewohnerinnen und Bewohner werden einige der Betroffenen nun in anderen Unterkünften versorgt, andere können vielleicht schon bald in ihr bisheriges Domizil zurückkehren. Mehr...


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