Arbeitskreis unterzeichnet Vereinbarung zu Aktionsplan 2019 - Mona Ende als neue Quartiers-Koordinatorin vorgestellt

Der Arbeitskreis "Leben im Stadtteil" traf sich im Rathaus.

Im Rahmen der Unterzeichnung einer Vereinbarung zum Aktionsplan 2019 legte der Arbeitskreis "Leben im Stadtteil" mit den Vertreterinnen der beteiligten Institutionen und Organisationen bei einem Treffen im rathaus nun vor Journalisten das Programm für dieses Jahr fest.

Pünktlich zum Startschuss der Aktionen wurde außerdem Mona Ende als neue städtische Koordinatorin für Quartiersarbeit vorgestellt.

Zusammenfassung der Vereinbarung

Der Arbeitskreis „Leben im Stadtteil“ setzt sich für eine lebenswerte Quartiersentwicklung in allen Langenfelder Stadtteilen ein. Dabei kooperiert die Stadt Langenfeld mit den Seniorenbegegnungsstätten:
1.    Café Am Wald, Langfort 3, 40764 Langenfeld
2.    Siegfried-Dißmann-Haus, Solinger Straße 103, 40764 Langenfeld
3.    DRK-Treffpunkt Lebenslust, Jahnstraße 26, 40764 Langenfeld
4.    CBT-Begegnungsstätte, Eichenfeldstraße 21, 40764 Langenfeld
5.    Seniorentreff Richrath e.V., Kaiserstraße 60, 40764 Langenfeld

den stationären Pflegeeinrichtungen:

1.    St. Katharina, Martin-Buber-Straße 2-4, 40764 Langenfeld
2.    HEWAG, Langforter Straße 3, 40764 Langenfeld
3.    Karl-Schröder-Haus, Langfort 74, 40764 Langenfeld
4.    ProTalis, An der Landstraße 15 und 17, 40764 Langenfeld
5.    CBT-Wohnhaus St. Franziskus, Eichenfeldstraße 21, 40764 Langenfeld

der LVR-Klinik und den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden.

Diese übergreifende Zusammenarbeit von so unterschiedlichen Einrichtungen und Organisationen mit dem Ziel, das Leben und das Lebensumfeld der Langenfelder Seniorinnen und Senioren zu bereichern, ist in dieser Art einzigartig und wird sicher wieder Vorbildwirkung auch für andere Kommunen sein können.

Gemeinsam durch den Arbeitskreis wurde ein umfassender Aktionsplan für das Jahr 2019 entwickelt, der drei Maßnahmen vorsieht:


1.    Die Verteilung von Bonusheften an 70-jährige:

Mit dem Bonusheft können die Beschenkten in den folgenden zwei Jahren bei den sich beteiligenden Kooperationspartnern jeweils einen Gutschein einlösen und so kostenfrei beispielsweise eine Tasse Kaffee trinken, in eine Stunde Sitzgymnastik reinschnuppern oder ein Angebot des Seniorentreffs ausprobieren.
Ziel dieser Aktion ist es zum einen auf die Angebote der unterschiedlichen Einrichtungen hinzuweisen, zum anderen aber auch, Hemmschwellen zur Kontaktaufnahme abzubauen. Hierdurch soll das übergeordnete Ziel, die älteren Bürgerinnen und Bürger möglichst frühzeitig mit den Einrichtungen vertraut zu machen, ihnen neue Sozialkontakte zu ermöglichen und Lebensfreude zu schenken, erzielt werden.
Alle Kooperationspartner bieten die Angebote völlig kostenfrei an und tragen den entsprechenden Aufwand aus eigenen Mitteln.

2.    Die Veranstaltung von World-Cafés:

Im Stadtteil Immigrath wurden in der Vergangenheit die Bürgerinnen und Bürger durch die AWO in Kooperation mit der Stadt Langenfeld bereits mehrfach an der Entwicklung ihres Stadtteiles beteiligt. An ein World-Café, in dem grundlegende Fragestellungen erörtert wurden, schlossen sich Stadtteilkonferenzen und Stadtteilbegehungen an. Hieraus ergaben sich Änderungswünsche, wie zum Beispiel die Aufstellung weiterer Sitzgelegenheiten in der Stadt, die Beseitigung von „Stolperfallen“, die bessere Ausstattung öffentlicher Toiletten, eine verbesserte Kennzeichnung auf Straßen u.v.a.m. Durch die Beteiligung der entsprechenden Fachreferate in der Verwaltung konnten die bemängelten Punkte schnell und effektiv beseitigt werden.
Nunmehr soll in den anderen fünf Stadtteilen entsprechende Verfahren eröffnet werden. Auch hier mit dem Ziel, die Wünsche und Bedarfe der Bewohnerinnen und Bewohner in die Entwicklung „ihres Stadtteils“ einzubeziehen. Dabei wird es auch um die Frage gehen, wie Seniorinnen und Senioren sich selbst in die entsprechenden Entwicklungsprozesse einbringen möchten.

Die World-Cafés werden gemeinsam durch alle Kooperationspartner geplant und durchgeführt.

Eingeladen werden Bürgerinnen und Bürger der Altersgruppe 55-70.

Es sind dies in
-    Berghausen ca. 1.500 Bürger,
-    Mitte  ca. 2.400 Bürger,
-    Reusrath ca. 1.682 Bürger,
-    Wiescheid ca. 735 Bürger und
-    Richrath, ca. 1.800 Bürger.


Die Termine zu den „World Cafés“ im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bürgerbeteiligungsverfahren finden Sie hier:

Stadtteil

Zeitpunkt

Ort

Berghausen

04.07.2019, 18:00 Uhr

Gemeindesaal der katholischen Kirche, Treibstraße 25

Mitte

20.08.2019, 18:00 Uhr

CBT-Begegnungszentrums, Eichenfeldstraße 21

Richrath

17.09.2019, 18:00 Uhr

Schützenhalle Richrath, Kaiserstraße 60

Reusrath

28.10.2019, 18:00 Uhr

Festsaal der LVR Klinik, Kölner Straße 82

Wiescheid

12.11.2019, 18:00 Uhr

Gemeindesaal der katholischen Kirche, Kirchstraße 39

Nach den Erfahrungswerten aus Immigrath kann damit gerechnet werden, dass bis zu 4 % der angeschriebenen Bürgerinnen und Bürger der Einladung Folge leisten werden. Aus diesem Grunde wird für den Stadtteil Richrath mit ca. 3.600 potentiell Einzuladenden eine Stichprobe von 50 % der in Frage kommenden Altersgruppe eingeladen.

 Die World-Cafés erfolgen einheitlich zu folgenden Fragestellungen:

•    Wie stellen sich die Bürgerinnen und Bürger die optimale Lebenssituation im Stadtteil XY vor?
•    Welche Dinge müssen geändert oder ergänzt werden, damit die Bürgerinnen und Bürger möglichst lebenslang im Stadtteil leben können?
•    Wie können und möchten sich die Bürgerinnen und Bürger persönlich in die Stadtteilentwicklung einbringen?

3.    Die Einrichtung von I-Punkten als Informations- und Anlaufstellen für Seniorinnen und Senioren in Begegnungsstätten und Pflegeeinrichtungen.

Ausgehend von der Erkenntnis, dass viele Seniorinnen und Senioren oftmals keine ausreichenden Kenntnisse über die sie betreffenden, zahlreichen Angebote in Langenfeld haben, sollen ortsnah, d.h. in den Quartieren, Anlaufpunkte geschaffen werden, an denen Information und erste Beratung ermöglicht werden.
Auch hier gibt es bereits entsprechende „Vorläufer“ in den Stadtteilen Immigrath und Mitte. Die entsprechenden I-Punkte werden sehr gut angenommen und zeigen den entsprechenden Bedarf.
Als Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger stehen Ehrenamtliche zur Verfügung, die durch die Stadt in Zusammenarbeit mit der AWO geschult werden.

Die 1. Beigeordnete der Stadt Langenfeld, Marion Prell (rechts) stellte Mona Ende (links) als neue Koordinatorin für die städtische Quartiersarbeit vor.
 
Mona Ende ist die neue Koordinatorin für Quartiersarbeit bei der Stadt Langenfeld


Zur Koordination der Quartiersarbeit unterstützt das Netzwerk seit dem 1. März 2019 Frau Mona Ende. Die Stadtgeographin wird gemeinsam mit den Kooperationspartnern die geplanten Maßnahmen umsetzen, mit weiteren Ideen die bürgernahe Quartiersarbeit vorantreiben und für alle Netzwerkpartner als Ansprechpartnerin fungieren.
Ein Jahr lang hatte die 1. Beigeordnete Marion Prell die Koordination der Quartiersarbeit nicht nur federführend begleitet, sondern darüber hinaus auch das operative Geschäft durchgeführt. Nun konnte der Staffelstab an ihre neue Mitarbeiterin übergeben werden.

„Es war zwar ein sehr arbeitsreiches Jahr, aber mir hat die Arbeit an und mit der Basis unglaublich viel  Freude bereitet“, resümiert Marion Prell, die den 2018 entstandenen personellen Engpass in ihrem Fachbereich trotz ihrer zahlreichen Aufgaben als 1. Beigeordnete der Stadt Langenfeld kurzerhand selbst löste, indem sie die Koordination der Quartiersarbeit übernahm. Bei der Suche nach einer qualifizierten Nachfolge verfolgte die Stadt Langenfeld bewusst den Grundsatz „Qualität statt Zeitdruck“ und ließ sich die nötige Zeit, diesen wichtigen Posten optimal zu besetzen.
„Dies ist uns nun gelungen“, freut sich Marion Prell. Die gebürtige Bochumerin Mona Ende ist Stadtgeografin, machte in Münster ihren Bachelor in Geographie und Sozialanthropologie mit Schwerpunkt auf deutscher und europäischer Kultur. Auf dem Weg zu ihrem Master an der heimischen Ruhr-Universität Bochum studierte sie auch ein Semester in Frankreich. Der Schwerpunkt der 28-Jährigen liegt dabei klar auf dem Stadt- und Regionalentwicklungsmanagement.

Die von Mona Ende definierte Erfolgsgleichung für ihr neues Aufgabengebiet in Langenfeld liegt dabei aus der Addition der wissenschaftlichen und planerischen Sicht mit den Erfahrungen mit den Menschen vor Ort, die eine noch bessere Entwicklung der Quartiersarbeit in unserer Stadt zum Ergebnis haben soll.
„An der Ruhruniversität Bochum habe ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin die Bürgerarbeit in den Quartieren als meine Leidenschaft entdeckt. Hier hat mich vor allem das Gebiet der Stadtspaziergänge gefesselt, denn dieses Format kann in Sachen Ideenentwicklung viel leisten“, so die neue Expertin im Fachbereich von Marion Prell.


Das erste Projekt von Mona Ende wird die weitere Stärkung der eingangs genannten Bürgerbeteiligungsverfahren in den Ortsteilen Richrath, Reusrath, Wiescheid, Berghausen und Mitte sein. Dabei wird sie in der Analyse zunächst abfragen, was bereits gut läuft, wo noch Bedarfe bestehen, wo noch Unterstützung benötigt wird und was bereits eigenverantwortlich im Quartier läuft. „Hier stehen vor allem die vorhandenen und noch zu stärkenden Netzwerke im Mittelpunkt, denn es gibt mit Blick auf die Seniorenbegegnungsstätten, die Seniorenheime und die kirchlichen Einrichtungen bereits viele vorhandene Strukturen“, ergänzt Mona Ende, für die die Kommunikation besondere Aufmerksamkeit genießt.


Die bereits bestehenden „i-Punkte“ seien dabei ein großartiger Ansatz. Anlaufstellen dieser Art können noch ausgebaut werden, um den Draht zu den Menschen in der Quartiersarbeit noch kürzer zu gestalten.
Angesichts eines vollen Terminkalenders in 2019 was die Arbeitskreise zu den genannten Themen angeht, startet Mona Ende aus Sicht der 1. Beigeordneten genau zum richtigen Zeitpunkt, um in die bereits über Jahre geleistete Vorarbeit in diesem wichtigen Bereich der demografischen Entwicklung unserer Stadt einzusteigen und diesem Themenfeld weitere positive Impulse zu verleihen, die die Langenfelder Quartiersarbeit noch mehr zu einem bundesweiten Leuchtturm-Projekt machen.

Mona Ende bei ihrer Vorstellung im Arbeitskreis "Leben im Stadtteil".

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