Programmkino im Schaustall

Auch im Februar und März gibt es reichlich Filmkunst und viele Filme, die für den Oscar nominiert wurden. Es kommen: "Green Book" und "Can you forgive me?", "Beale Street", "Vice", "Trautmann", "Ein Gauner und Gentleman"und "Van Gogh".

Programmkino im Schaustall - alle Vorfühtungen finden um 20 h statt.

Green Book - Eine besondere Freundschaft

Der italienischstämmige Türsteher Tony Lip stammt aus einfachsten Verhältnissen und kam in der Schule über die siebte Klasse nicht hinaus. 1962 wird er von dem gebildeten Jazz-Pianisten Don Shirley als Chauffeur angeheuert, um ihn von New York bis in die Südstaaten zu kutschieren. Bei der Fahrt in den Süden erleben die beiden einiges, denn die Konzerttournee eines Afroamerikaners vor der Bürgerrechtsbewegung machte es notwendig, dass sie ihre Reise nach dem Negro Motorist Green Book planen mussten, einem Handbuch, das die wenigen Unterkünfte, Restaurants und Tankstellen verzeichnete, die auch schwarze Kunden bedienten. Auf ihrer Reise entwickelt sich langsam eine Freundschaft zwischen den beiden sehr gegensätzlichen Männern. Neben dem erhellenden Blick in die schwarze Vergangenheit der US-amerikanischen Rassismushistorie gelingt Autor und Regisseur Peter Farrelly ein ausgesprochen vergnüglicher, warmherziger Film. Die Geschichte hat sich tatsächlich ereignet, Tony Lip wurde später selbst Schauspieler und hat oft Mafiosi gespielt, so auch in der TV Serie „Die Sopranos“. Das „Green Book“ wurde noch bis 1966 herausgegeben.

Sa., 23.3., + So., 24.3.

Can You Ever Forgive Me?

Noch eine Geschichte die das Leben schrieb. 

Melissa McCarthy spielt die Hauptrolle in der Filmadaption der Memoiren Can You Ever Forgive Me?“

Sie beruht auf der wahren Geschichte der bekannten Prominenten-Biografin Lee Israel, die in den 1970er- und -80er-Jahren in New York ihren Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Porträts und Biografien von Prominenten verdiente. Als Lees Werke nicht mehr veröffentlicht werden, da sie den zeitgemäßen Publikumsgeschmack nicht mehr trifft, wendet sie ihre Kunstform der Täuschung zu und verfasst gefälschte Briefe berühmter Menschen. Interessierte Antiquare kaufen nur zu gerne, das Geschäft floriert, bis sich das FBI einschaltet.

Anspruchvolle, amüsante, hervorragend inszenierte Filmbiografie von Marielle Heller.

Do., 28.3., + Fr., 29.3.

Beale Street 

Also, mal ehrlich, der Autor dieses Textes ist nicht unbedingt ein Freund von Liebesdramen, aber die freie Verfilmung des Romans „Beale Street Blues“ von James Balwin ist einfach ein betörend guter Film, dem man sich nur schwerlich entziehen kann. Regisseur Bary Jenkins hat schon bei seinem letzten Werk „Moonlight“, der 2017 als bester Film mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, gezeigt, welch außergewöhnliches Talent er hat. Harlem, in den frühen 1970er-Jahren: Tish und Fonny sind ein junges Liebespaar; ein weißer Polizist, der Fonny auf dem Kieker hat, hängt ihm eine Vergewaltigung an, die Fonny nicht begangen hat. Niemand glaubt ihm, und er landet im Gefängnis. Tish ist schwanger von ihm, und die Familie setzt alles daran, Fonnys Unschuld zu beweisen. Hier wird auf eindringliche Weise Rassismus beschrieben, aber ohne Wut und Depression, sondern der Ton bleibt immer voller Menschenliebe. Sicher ein Verdienst des Autors Balwin, doch Regisseur Jenkins inszeniert diese Haltung kongenial. Bilder, Farbe, Musik, Kostüme, Montage und die wunderbaren Darsteller machen seinen Film zu einem ganzheitlichen Besonderen. 

Vice - Der zweite Mann

Dick Cheney war Vizepräsident der USA unter George Bush Junior und wird in den USA gerne mit Darth Vader verglichen. „Vice – Der zweite Mann“ ist ein satirisches Biopic, das fast einer standrechtlichen Exekution gleichkommt. Nachdem er wegen seiner ständigen Sauferei sein Studium in Yale geschmissen hat, macht seine Frau dem jungen Cheney klar: entweder Karriere oder sie ist weg. Cheney geht nach Washington und beginnt seine politische Laufbahn, die ihn bis zum Posten des Vizepräsidenten führt, einen machthungrigen Marionettenspieler, der alle Fäden in den Händen hält, während der planlose George W. Bush nach seiner Pfeife tanzt. Adam McKay („The Big Shot“) legt mit seinem Film eine erbarmungslos ätzende Abrechnung über den Mann vor, dem wir Guantanamo, herbeigelogene Massenvernichtungswaffen, Waterboarding und das Erstarken des späteren Top-Terroristen und ISIS-Gründers Abū Musʿab az-Zarqāwī zu verdanken haben. Mit brutal treffenden Inszenierungskniffen spielt Christian Bale in der Titelrolle den Teufel in Person, Sam Rockwell mimt Präsident Bush und Amy Adams Chenys Frau.

Fr. 26. April, Sa. 27. April

Trautmann

Bernd Trautmann wird am Ende des 2. Weltkriegs als deutscher Kriegsgefangener in einem Lager auf der britischen Insel interniert. Der Trainer des lokalen Fußballvereins erkennt Trautmanns Torwarttalent und der steile Aufstieg des jungen Fußballers beginnt, der ihn bis in die erste Liga zu Manchester City bringt. Zur Legende wird Trautmann im Pokalendspiel 1956: trotz gebrochenem Genick spielte er weiter, sicherte so seinem Team den Sieg und wurde in England zum beliebtesten Deutschen seiner Zeit. Die britisch-deutsche Koproduktion wurde von Marcus H. Rosenmüller inszeniert, der uns schon mit „Wer früher stirbt, ist länger Tod“ und „Sommer in Orange“ beglückt hat. David Kross spielt Bernd Trautmann. Stimmig erzählt der weitgehend auf Fakten beruhende Film, wie sich Trautmann in der Wahrnehmung der Briten langsam vom Nazi zum Menschen wandelt.

Fr. 3. Mai, Sa. 4. Mai

Ein Gauner und Gentleman

Forrest Tucker, ein alter Mann, sitzt im Seniorenheim und kann auf ein erfülltes Leben schauen. Zigfach hat er Banken überfallen, dabei Millionen erbeutet, und über ein Dutzend Mal ist der aus dem Gefängnis ausgebrochen. Nun juckt es ihn wieder, und er stellt eine Rentnergang zusammen. Fortan geht das Spiel wieder los, und viele Kreditinstitute werden heimgesucht. Äußerst höfflich werden die Angestellten gebeten, das Geld zu übergeben; die Masche ist so erfolgreich, dass die Geschädigten kaum etwas über den Tathergang berichten können. Nur ein verbissener Detektiv erkennt das Schema und macht sich auf die Jagd. Forrest Tucker wird gespielt vom mittlerweile 82-jährigen Robert Redford – nach dessen Angaben seine letzte Rolle – mit dem ihm eigenen entwaffnenden, unwiderstehlichen Charme. Die großartige Besetzung wird ergänzt von Sissy Spacek, Casey Affleck, Danny Glover und Tom Waits. Forrest Tucker gab es wirklich, er starb 2004 im Gefängnis.

Do. 9.5., Fr. 10.5.

Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit

Mit den Fakten seines Lebens haben sich schon einige Filme über Vincent van Gogh beschäftigt, doch bei diesem Lichtspiel ist es ein Maler selbst, der sich mit dem Ausnahmekünstler beschäftigt. Regisseur Julian Schnabel („Schmetterling und Taucherglocke“) versucht mit seinem brillanten Kameramann Benoît Delhomme uns zu zeigen, wie und was van Gogh gesehen hat. Das geglückte Experiment ist wie eine Schule des Sehens mit dem Blick für van Goghs außergewöhnliche Gabe, die ihn tragischerweise in den Wahnsinn trieb. Ohne Willem Dafoe als van Gogh wäre dieser Film so nicht möglich gewesen, wieder einmal zeigt er hier seine große Klasse, als einer der besten Darsteller unsere Zeit.

Sa. 25.5., So. 26.5.





Veranstalter:

Straße:
Hauptstraße 129
PLZ/Ort:
40764 Langenfeld


Termine:

Die Veranstaltung findet an 14 Terminen im Zeitraum vom 23.03.2019 bis zum 26.05.2019 statt.

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Veranstaltungsort:

Schaustall
Straße:
Winkelsweg 38
PLZ/Ort:
40764 Langenfeld








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