Beratung zum partnerschaftlichen Zusammenleben

Konflikte und Krisen treten in jeder Partnerbeziehung auf:

  • Wenn sich die Interessen der Partner immer weiter auseinander entwickeln und gemeinsame Ziele aus dem Blick geraten
  • Wenn die Partner sich immer weniger verstehen und über gegenseitige Verletzungen nicht reden können
  • Wenn Partner ihren Streit über die Kinder austragen und die ganze Familie in eine Krise gerät
  • Wenn durch fortwährenden Streit der Gedanke an Trennung auftaucht

In all diesen Fällen hilft Beratung. Im Gespräch miteinander werden neue Lösungen erarbeitet. Beratung hilft auch bei der Entscheidung für oder gegen eine Trennung.

Beratung bei Trennung und Scheidung

Im Falle der Trennung oder Scheidung werden Eltern, Kinder und Jugendliche im Beratungsprozess über das Scheidungsverfahren informiert und es wird ihnen geholfen mit finanziellen, rechtlichen, sozialen und psychischen Folgen der Trennung und Scheidung zurechtzukommen. Jugendliche ab 14 Jahre haben einen eigenen Beratungsanspruch, wenn ihre Eltern sich trennen.

Insbesondere können wichtige Fragen in Bezug auf die Kinder und das elterliche Sorgerecht geklärt werden.

Diese können sein:

  • Wie werden Kinder und Jugendliche informiert und einbezogen?   

  • Wie können Mütter und Väter während der Trennung und in der Zeit nach der Scheidung ihre Elternverantwortung  wahrnehmen?

  • Welche Einigung ist möglich und sinnvoll beim Sorge- und Umgangsrecht, bei Unterhaltsfragen?

Weiter bereitet die Beratung auf die Verhandlungen beim Familiengericht vor.

Auch nach Scheidung erhalten Sie Beratung und Unterstützung.

  Sprechzeiten  Die MitarbeiterInnen vom Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) beraten Sie gerne!

Mitwirkung im familiengerichtlichen Verfahren

Im gerichtlichen Verfahren wird das Jugendamt zu den Fragen der elterlichen Sorge und des Umgangsrechts gehört (§ 50 Kinder- und Jugendhilfegesetz und § 49a Gesetz über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit).

Dies geschieht insbesondere dann, wenn sich Eltern über Sorgerechts- und Umgangsregelungen nicht alleine einigen können. Der Soziale Dienst (SD) berichtet dann dem Familiengericht über die Ergebnisse der Beratung.


Ziel des Beratungsangebots

Ziel der Beratung ist es, in Partnerschaftskonflikten zu vermitteln und Klärungen herbeizuführen, die Mütter und Väter in ihrer Verantwortung für die Kinder zu stärken und bei Trennung oder Scheidung gemeinsame Lösungen für die Lebensgestaltung der Kinder zu finden und damit das Wohl der Kinder zu sichern.


Kosten der Beratung

Die Beratung bei Trennung und Scheidung beim Fachbereich Jugend ist kostenfrei.

Bei Beratungen aus Anlass von Trennung und Scheidung werden Mütter und Väter gestärkt, ihre Verantwortung als Eltern weiterhin wahrzunehmen, und es wird nach tragfähigen Lösungen hinsichtlich des Sorgerechts und der Besuchsregeln gemeinsam mit den Kindern gesucht.

Ob eine Trennung/Scheidung zur Katastrophe im Leben der Kinder oder aber zu einem Wendepunkt wird, der bei allem Schmerz auch neue, gute Perspektiven eröffnet, hängt entscheidend davon ab, wie sich die Eltern verhalten.
Oft sind Eltern selbst so belastet und durch die neue Situation überfordert, dass sie die Gefühle und Bedürfnisse der Kinder nicht mehr richtig wahrnehmen bzw. von den eigenen trennen können. Kinder werden dann zum Zankapfel, Racheinstrument, Partnerersatz oder aber zu Randfiguren oder gar Hindernissen auf den neuen Wegen der Eltern.
In vielen Fällen verläuft der Umgang des Kindes/der Kinder mit dem getrennt lebenden Elternteil äußerst konfliktreich oder ist zeitweise ganz unterbrochen. In solchen Situationen möchten wir Eltern und Kinder mit unserem Beratungsangebot entlasten und als "unbeteiligte Dritte" darin unterstützen, gute Wege aus der Trennungskrise zu finden. Wenn es Eltern gelingt, gemeinsame Entscheidungen für die Kinder zu treffen, können Kinder fast immer gut damit leben. Umgekehrt sind Lösungen, die von einem Elternteil als benachteiligend empfunden werden, in der Regel auch für die Kinder eine Belastung.

Kinder haben ein Recht auf eine gute Beziehung zu beiden Eltern, auch nach deren Trennung.
Und: Eltern bleiben Eltern, auch wenn sie als Mann und Frau getrennte Wege gehen. Wenn Kinder spüren, dass Vater und Mutter verlässliche Bindungspartner sind und weiterhin gemeinsam für sie Sorge tragen, können sie eine Trennung verkraften.

In Fällen, in denen die Eltern sehr zerstritten sind, bieten wir neben der Beratung für einen begrenzten Zeitraum eine Begleitung von Besuchskontakten an.
Dieses Angebot gilt auch, wenn Zweifel bestehen, ob der umgangsberechtigte Elternteil eigenverantwortlich mit dem Kind/den Kindern umgehen kann, z.B. wegen psychischer Erkrankung oder Suchtmittelmissbrauch, oder aber, weil in der Vergangenheit Vernachlässigung, Gewalt oder sexuelle Grenzüberschreitungen stattgefunden haben.
Grundsätzlich ist unser Ziel immer, die Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu unterstützen und zu fördern; so verstehen wir Kinderschutz-Arbeit.

Sie können auch gerne Beratung durch andere Einrichtungen in Langenfeld wahrnehmen.