Partnerstädte - Städtepartnerschaft mit Gostynin / Polen

Daten und Fakten

Name:Gostynin / Polen
Partnerschaft seit:1998
Anzahl Einwohner:ca. 20.000
Lage:ca. 120 km von Warschau entfernt
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Gesamtfläche:270 km²
Internet:www.gostynin.pl

Wappen der Stadt Gostynin

Geschichte

Der Name Gostynin leitet sich von dem polnischen Wort für Gastfreundlichkeit ab. Die erste urkundliche Erwähnung von Gostynin stammt aus dem Jahr 1279, wobei aber erste Siedlungsspuren auf Gostyniner Gebiet aus dem 12. und 13. Jahrhundert stammen. Im Jahre 1382 erhielt Gostynin bereits die Stadtrechte. Dies war mit vielen Privilegien verbunden, die die Entwicklung der Burg Gostynin und der am Fuße der Burg angelegten Siedlungen förderten. Ein hölzernes Schloss zum Verweilen des Königs Zygmunt August wurde 1552 gebaut. Dies gehörte, der Beschreibung zu folgen, zu den schönsten und bequemsten Schlössern in den zur Krone gehörenden Landen. Mitte des 17. Jhd. wurde dieses Schloss und die Stadt weitgehend während des großen Krieges mit Schweden zerstört.

Nachdem Gostynin 1793 zu Preußen kam, wurde es von 1807-1815 dem Herzogtum Warschau zugeschlagen und gehörte danach von 1815-1918 zu Kongresspolen. 

Gostynin RathausDie Stadt erholte sich erst Anfang des 19. Jhd. Aus dieser Zeit stammt das hölzerne Rathaus (1824). Auch das Schloss wurde wieder aufgebaut (1825), heute ist es Sitz der evangelischen Kirche. Da Gostynin als Stadt seine volle Bedeutung zurück gewann, wurden im klassizistischen Stil Markthallen errichtet (1832-1834).

Vom 16. September 1939 bis zum  18. Januar 1945 war die Stadt durch die deutsche Wehrmacht besetzt und erhielt zunächst die Ortsbezeichnung Waldrode, dann wurde sie kurz in Gasten umbenannt, um danach wieder in Waldrode umbenannt zu werden. Vor Ausbruch des 2. Weltkrieges zählte Gostynin über 12.000 Einwohner. Innerhalb von vier Jahren der Besatzungszeit verminderte sich die Zahl um beinahe die Hälfte. Nach dem Endes des Zweiten Weltkrieges ließen sich einige der vertriebenen Einwohner Gostynins in Langenfeld nieder.

Geographie

Gostynin ist von einer abwechslungsreichen Landschaft mit Wäldern und der "Gostyniner Seenplatte" mit rund 60 Seen umgeben. Die Waldgebiete um Gostynin lassen sich durch die angelegten Wanderwege gut erforschen. Eine Erkundung der Natur bietet sich auch für Reiter und Radfahrer sehr gut an, sowie zum Erleben einer einzigartigen Flora und Fauna. In der Region um Gostynin werden mehr als 1.500 Beherbergungsplätze angeboten. Ein Besuch Gostynins und der umliegenden Städte ist sehr lohnenswert., Auch ein Abstecher in die polnische Hauptstadt, dem nur ca. 130 km entfernten Warschau ist gut realisierbar.

Gostynin Seenlandschaft

 Die Städtepartnerschaft mit Langenfeld

Im Jahr 1965 übernahm die Stadt Langenfeld eine Patenschaft für die aus der Stadt und dem Kreis Gostynin stammenden Deutschen, die in Langenfeld und Umgebung wohnten. Nach Ende des Kalten Krieges kam es 1993 zu ersten vorsichtigen offiziellen Kontakten zwischen Gostynin und Langenfeld. Eine sechsköpfige Delegation aus Gostynin besuchte Langenfeld im Februar 1994. Im April desselben Jahres fuhr eine Langenfelder Delegation nach Polen, um den Besuch zu erwidern.
Bei dieser Gelegenheit wurde eine Erklärung über Freundschaft und Zusammenarbeit unterzeichnet, die im Sinne des Vertrages zwischen der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit gehalten wurde.

Im Dezember 1997 beschloss dann der Rat der Stadt Langenfeld, der Stadt Gostynin eine offizielle Städtepartnerschaft anzubieten. Anlässlich des Festes zum 50. Jahrestag der Stadt Langenfeld am 04. Oktober 1998 wurde diese Städtepartnerschaft von beiden Seiten unterschrieben.

Seitdem gab es viele verschiedene Kontakte zwischen den offiziellen Vertretern und den Bürgerinnen und Bürgern Gostynins und Langenfelds. 2002 wurde der Förderverein Städtepartnerschaft Langenfeld/Rhld. - Gostynin e.V. gegründet, der aktiv diese Begegnungen gefördert, organisiert und finanziert hat. Dabei war auf Seiten Gostynins die Deutsch sprechende Lehrerin Elżbieta Szubska-Bieroń (genannt Ela), die auch Mitarbeiterin in der Verwaltung war, der Motor für die Pflege der Beziehungen.

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Nach der Wahl eines neuen Bürgermeisters in 2014 haben die Aktivitäten um die Partnerschaft neuen Schwung bekommen, was durch den Besuch einer Delegation mit dem Bürgermeister Pawel Kalinowski, begleitet von der Stadtdirektorin Hanna Adamska, dem Fachbereichsleiter für Investition und Bauwesen, Włodzimierz Fratczak, sowie der Dolmetscherin Elżbieta Szubska-Bieroń in Langenfeld im August 2015 persönlich bekräftigt wurde. Beide Seiten versprachen, sich aktiv in die Pflege der Partnerschaft insbesondere zwischen den Bürgern einzubringen. Der Gegenbesuch der Langenfelder Delegation ujnter Leitung von Bürgermeister Frank Schneider findet im Mai 2016 statt.  

Weiter Informationen finden sie hier:   Berichte und Begegnungen zwischen Gostynin und Langenfeld

Allgemeine Infos und weitere Auskünfte: