Forum EnergieEffizienz Langenfeld e.V.

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Informationen: Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien oder auch regenerative Energien sind all die Energien, deren Verbrauch nicht zur Erschöpfung ihrer Quelle beiträgt oder die, wie beispielsweise Biomasse, in einem kurzen Zeitraum wieder 'erneuert' sind. Zu den regenerativen Energien zählen vor allem Wasserkraft, Windenergie, Solarstrahlung, Geothermie (Erdwärme) und Biomasse. Auf den folgenden Seiten finden Sie allgemeine Informationen zu den jeweiligen Energieträgern. Zudem wollen wir Ihnen zeigen, wie Sie regenerative Energien zu Hause selber nutzen können.

Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen über: Photovoltaik, Solarthermie, Biomasse, Erdwärme/Geothermie, Windkraft, Wasserkraft, Wämepumpen. Zudem erhalten Sie Informationen zum Thema 'Ökostrom'.

Photovoltaik

Bei einer Photovoltaik-Anlage wird Sonnenstrahlung direkt in elektrischen Strom umgewandelt. Dies funktioniert durch einen Photovoltaik-Generator (so nennt man die Summe der Solarmodule, die zu einer Anlage zusammengefasst sind), der bei Sonneneinstrahlung Gleichstrom produziert. Dieser Gleichstrom wird in einem Wechselrichter in 230 Volt Wechselstrom umgewandelt und mit dem Netzstrom kompatibel gemacht. So kann er direkt selbst genutzt werden oder die überflüssige Strommenge in das Stromnetz eingespeist werden. Für eine wirtschaftlich rentable Photovoltaik-Anlage sollte eine unverschattete Dachfläche von mindestens 10m² zur Verfügung stehen. Optimal ist eine Ausrichtung der Fläche nach Süden mit einer Neigung von ca. 30°. 

Der produzierte Strom kann auf zwei Arten genutzt werden. Zum Einen kann der Solarstrom komplett als Ökostrom in das Stromnetz eingespeist werden, Sie nutzen den Solarstrom in diesem Fall nicht selbst. Die Vergütung für Photovoltaikstrom wird durch das Erneuerbare Energien Gesetz geregelt. Diese Einspeisevergütung richtet sich nach dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Photovoltaik-Anlage und bleibt dann 20 Jahre konstant. Da aktuell die Vergütung für Solarstrom deutlich unter den regulären Strompreis gesunken ist, ist es finanziell sinnvoller, den Solarstrom selbst zu nutzen. Zudem werden durch diese Dezentralisierung der Stromerzeugung und Nutzung auch die Netze entlastet. Auch die konstante Weiterentwicklung von Batteriespeichern begünstigt die Eigennutzung des Sonnenstroms 

Einspeisevergütung & EEG

Aktuelle Informationen zum EEG entnehmen Sie bitte den Seiten des Bundesministeriums Wirtschaft und Energie.
Weitere Informationen zum Thema Solartechnik erhalten Sie bei der Verbraucherzentrale NRW.

Eigennutzung und Batteriespeicher - Daheim Solar, Stadtwerke Langenfeld GmbH

Weitere Informationen und Angebote zur Eigennutzung des Solarstroms, auch unter Berücksichtigung von Batteriespeichern erhalten Sie bei den Stadtwerken Langenfeld GmbH mit ihrem Programm "Daheim Solar".

Solarthermie

Solarthermie bedeutet die Umwandlung von Sonnenenergie in thermische Energie. Diese kann zum Beispiel zur Unterstützung der Heizung genutzt werden. Solarthermische Anlagen bestehen aus einem Kollektor, der beispielsweise auf dem Dach, der Garage oder an einer Wand, in Richtung Süden aufgestellt wird. Durch die Sonneneinstrahlung auf die dunkle Kollektorfläche erhitzt sich in den Kollektoren eine Flüssigkeit, die zwischen Heizung und Kollektor zirkuliert. Im Wasserspeicher gibt die aus den Kollektoren aufgeheizte Flüssigkeit ihre Wärme an den Heizkreislauf ab. So kann sowohl die Warmwasserbereitung, als auch die Heizwärmeproduktion unterstützt werden.

Eine erste Abschätzung, ob ihr Dach zur Installation eines Solarkollektors geeignet ist, erhalten Sie über das Langenfelder Solardachkataster oder Sie lassen sich direkt von einem qualifizierten Fachunternehmen beraten. Bei der Warmwasserbereitung können Sie, bei der Betrachtung eines Vier-Personen-Haushalts, durch die Unterstützung mit Solarthermie bei einer Laufzeit von 25 Jahren bis zu 60% Energie sparen. Bei einer kombinierten, solarthermisch unterstützten Anlage zur Warmwasserbereitung und Heizung können beim Warmwasser ebenfalls Einsparungen von bis zu 60% und bei der Heizenergie (Raumwärme) von bis zu 20% erreicht werden.

Wietere Infos zum Thema finden Sie auf den Seiten ver Verbraucherzentrale NRW:
Verbraucherzentrale NRW: Solarwärme für Wasser und Heizung

Biomasse

Entgegen den Primärenergieträgern Kohle, Erdöl und Erdgas zählen Biomasse und ihre Bestandteile zu den nachwachsenden Rohstoffen. Nicht nur tote Biomasse wie Stroh, Laub oder Holz, sondern auch lebende Pflanzen sowie Mikroorganismen und Tiere werden zur Biomasse gezählt.

Für den Bereich der Nutzung von Biomasse für die Raum- und Heizwärmeerzeugung sind vor allem Holzpellets, Hackschnitzel, Bioerdgas und Holz geeignet. Holzpellets sind gepresste Holzabfälle, zum Beispiel aus Sägewerken, in Form kleiner Stäbchen. Sie sind frei von chemischen Zusätzen. Wie alle Biomassen geben auch Pellets bei der Verbrennung nur so viel CO2 in die Atmosphäre ab, wie sie vorher beim Wachstumsprozess durch Photosynthese aufgenommen haben. Man spricht in diesem Fall von einer Klimaneutralität.

Pelletheizungen sind technisch ausgereift und bringen relativ wenig Arbeit mit sich. Die Beschickung der Anlage funktioniert meist automatisch. Nur die Asche muss in regelmäßigen Abständen aus der Anlage entfernt werden. Durch die saubere Verbrennung ohne Zusatzstoffe dient diese allerdings als gutes Düngemittel. Gerade als Ersatz für Ölheizungen bieten sich Biomasseheizungen wie Pellet- oder Hackschnitzelheizungen an, da der Raum für den Ölspeicher als Bunker für das Verbrennungsmaterial weitergenutzt werden kann. Weitere Informationen zum Thema Biomasse erhalten Sie bei der EnergieAgentur.NRW: Biomasse NRW

Erdwärme / Geothermie

Geothermie, also Erdwärme, entsteht zum einen aus ca. 60% radioaktiven Zerfallsprozessen in der Erdkruste und zu ca. 40% aus Restwärme der Zeit der Erdentstehung. Bei einer geschätzten Temperatur des Erdkerns von ungefähr 6000 °C sind rund 99% der Erde heißer als 1.000 °C. Auf mehr als 100 °C kommen immer noch ungefähr 90% des Restes. In einer Tiefe von 1.000 Metern herrscht fast überall auf der Erde eine Temperatur von ca. 35 °C. Oberflächennahe- und Tiefengeothermie machen diese Wärme nutzbar. 

Bei günstigen Voraussetzung kann eine elektrische Erdwärmepumpe bei dem Einsatz von einer Kilowattstunde Strom über 4 Kilowattstunden wärme erzeugen. Hierzu zieht die Wärmepumpe nach dem Wärmetauscherprinzip vorhandene Wärme aus der Umwelt. Diese kann entweder aus der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser aufgenommen werden. Im direkten Vergleich sind Luftwärmepumpen allerdings wenig effizient. Für die Erdwärmenutzung gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten. Zum einen die so genannte oberflächennahe Geothermie. Prinzip ist, dass ein großer Kollektor horizontal ca. 1,5 bis 2 Meter unter dem Grundstück verlegt wird. Zum anderen können mehrere Bohrungen in 50 bis 100 Meter Tiefe für Erdreichsonden angelegt werden. Es gilt, je tiefer die Sonde, desto wärmer das Erdreich.

Sowohl bei der oberflächennahen, als auch bei der Tiefengeothermie zirkuliert eine frostsichere Flüssigkeit. Diese entnimmt dem Boden wärme und gibt diese in der Heizung wieder ab. Der Wirkungsgrad einer Geothermie- Heizung ist besonders bei niedrigen Vorlauftemperaturen hoch. Der Einsatz bietet sich so vor allem bei Fußbodenheizungen oder einer guten Gebäudeisolierung an, bei der auch geringe Vorlauftemperaturen für herkömmliche Heizkörper ausreichen. Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten der EnergieAgentur.NRW: Netzwerk Geothermie NRW

Windkraft

Neben großen Windkraftanlagen zum Beispiel im Offshore-Bereich oder auf dem Festland, mit Narbenhöhen bis über 150m, gibt es auch Kleinwindanlagen. Diese Anlagen können an oder auf gebäuden angebracht werden und bei zureichend Wind Strom erzeugen, der im Haushalt genutzt werden kann. Weitere Informationen rund um das Thema Windenergie finden Sie auf den Seiten der Verbraucherzentrale NRW: Verbraucherzentrale NRW: Windkraft

Wasserkraft

Wie bei der Windkraft gibt es auch im Bereich der Wasserkraft-Nutzung neben den großen Wasserkraftwerken, Kleinanlagen für private Haushalte. Die Standorte für Kleinwasserkraftwerke sind allerdings sehr beschränkt, da nur die wenigsten Haushalte an einem Fluss liegen, der eine ausreichende Fließgeschwindigkeit für den Antrieb einer Stromerzeugung gewährleistet. Hat man trotzdem einen solchen Standort gefunden und entscheidet sich zur Nutzung der Wasserkraft ist dringend dazu geraten, mit den zuständigen Behörden Kontakt aufzunehmen. Einerseits sind gegebenenfalls Konzessionsabgaben erforderlich, zum anderen kann es sich bei der Errichtung eines Kleinwasserkraftwerks um einen Eingriff in die Natur handeln, der eine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig macht.

Wärmepumpe

Die Wärmepumpe erlebt seit einiger Zeit eine Renaissance. Sie wird sowohl von Installateuren als auch von vielen Stromversorgern eifrig propagiert.

Geworben wird dabei mit deutlich niedrigeren Heizkosten als bei den konventionellen mit Heizöl oder Erdgas betriebenen Heizungsanlagen und klimafreundlicher CO2-Einsparung. Ob sich die deutlich höheren Investitionskosten lohnen, hängt von vielen Faktoren ab. Zumeist eignen sich Wärmepumpen für gut gedämmte Häuser. Aktuelle Praxistests zeigen, dass positive wirtschaftliche Ergebnisse und eine vertretbare Emissionsbilanz im realen Betrieb häufig nicht erreicht werden. Die hierfür erforderliche Jahresarbeitszahl von mindestens 3,3 ist meist nur bei Nutzung von Erdwärme oder Grundwasser in Verbindung mit einer Niedertemperaturheizung in einem gut gedämmten Haus erreichbar. Zudem ist auf einen günstigen Stromtarif zu achten, da ohne Strom nichts läuft.

Vorsicht ist bei allzu optimistischen Versprechungen bezüglich der Jahresarbeitszahl und der Einsparung von Heizkosten geboten: Schließen Sie darüber eine verbindliche Vereinbarung mit dem ausführenden Fachunternehmen ab. Wir empfehlen eine unabhängige und qualifizierte Beratung. Weitere Informationen zur elektrischen Wärmepumpe erhalten Sie bei der Verbraucherzentrale NRW. (Quelle: Verbraucherzentrale NRW)

Ökostrom

Die Energiewende ist, besonders nach dem tragischen Unfall im Japanischen Fukushima, ein Thema, dass uns überall begegnet. Im Bereich der Stromversorgung haben Sie als Endkunde schon seit einiger Zeit die Möglichkeit, sich selbst für einen Anbieter und ein Produkt zu entscheiden. Hierbei müssen Sie selber entscheiden, wie viel Öko pro Kilowattstunde Sie haben möchten. Damit Sie unterscheiden können, wie der Strom gewonnen wurde, gibt es eine Reihe von Zertifikaten. Aber Achtung, nicht jeder Ökostrom hat das „Öko“ wirklich verdient. Einen guten Überblick zum Thema sowie den verschiedenen Labels erhalten Sie bei der Verbraucherzentrale NRW.

News:

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