Schiedsleute gesucht - Sich vertragen ist besser, als sich zu streiten!

Werden Auseinandersetzungen unmittelbar vor den Gerichten ausgetragen, ziehen diese sich  häufig  über mehrere Instanzen und Jahre.  Am Ende steht dann wahrscheinlich die Klärung einer Rechtsfrage, vielfach aber auch ein zerrüttetes Nervenkostüm, hohe Verfahrenskosten und die unwiederbringbare Zerstörung zwischenmenschlichen Miteinanders.

Viel besser ist deshalb der Versuch einer gütlichen Beilegung der zugrundeliegenden Streitigkeit.

Für bestimmte Lebensbereiche sieht das Gesetz deshalb vor, dass zumindest der Versuch einer außergerichtlichen Einigung von den Parteien vor einer Schiedsperson unternommen wird.

Hierzu  zählen folgende Verfahren:

  • Nachbarrechtliche Streitigkeiten, ausgenommen es geht um Einwirkungen von gewerblichen Betrieben
  • Ehrverletzungen, die nicht in Presse oder Rundfunk begangen worden sind
  • Streitigkeiten über Ansprüche nach Abschnitt 3 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (Schutz vor Benachteiligung im Zivilrechtsverkehr)

In Langenfeld stehen die beiden Schiedsleute Peter König und Monika Ahrends seit vielen Jahren mit ihrem Wissen und Können ehrenamtlich zur Verfügung, um Konflikte im Gespräch durch das Austarieren von Lösungsmöglichkeiten im Wege eines Vergleiches beizulegen. Das Ganze erfolgt kostengünstig und ohne großen Verwaltungsaufwand, da die Schiedspersonen ehrenamtlich tätig sind.

Das Stadtgebiet ist in zwei Schiedsamtsbezirke eingeteilt. Der I. Bezirk erstreckt sich über das Gebiet nördlich der Knipprather Straße, Düsseldorfer Straße, Theodor-Heuss-Straße, Solinger Straße, Hardt und Wiescheid. Der  II. Bezirk umfasst das Gebiet südlich der genannten West-Ost-Achse sowie den Ortsteil Reusrath.

Die Amtszeit der beiden Langenfelder Schiedsleute endet Anfang nächsten Jahres, so dass der Rat der Stadt Langenfeld zwei neue Persönlichkeiten für dieses Ehrenamt verpflichten möchte.

Spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Mitzubringen sind:

Gesunde Menschenkenntnis, einige Lebenserfahrung,  Geduld, etwas Zeit, die Fähigkeit zur Abfassung von schriftlichen Vergleichsprotokollen und die Bereitschaft, an Aus- und Fortbildungsveranstaltungen, deren Kosten durch die Stadt Langenfeld getragen werden, teilzunehmen. Juristische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht.

Die Schiedspersonen sollten zwischen 30 und 69 Jahren alt sein und die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter haben. In zeitlicher Hinsicht sollten im Schnitt ca. 10 Stunden im Monat für das Ehrenamt eingeplant werden.

Die Stadt Langenfeld stellt den Schiedsleuten im Rathaus ein eigenes Büro mit EDV-Ausstattung zur Verfügung. Frau Ahrend und Herr König haben sich dazu bereit erklärt, ihre Nachfolger umfassend einzuarbeiten. Deshalb werden die Nachfolger zunächst als Stellvertreter bestellt.

Interessentinnen und Interessenten können sich um dieses Ehrenamt bis zum 15.04.2019 bewerben bei der Stadt Langenfeld, Referat Recht und Ordnung, Frau Müller, Konrad-Adenauer-Platz 1, 40764 Langenfeld. In der Ratssitzung am 02.07.2019 wählt dann der Rat der Stadt Langenfeld die neuen Schiedspersonen für die Amtszeit von 5 Jahren. Für Fragen und weitere Information steht Ihnen Frau Müller auch telefonisch unter Tel.: 794 – 2301 zur Verfügung.

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