Wasserburg Haus Graven soll Raum für Kultur und Naturschutz bieten

Die Wasserburg Haus Graven in Wiescheid.

Die Nutzung der Wasserburg Haus Graven als öffentlich zugänglicher Ort der Kultur gilt schon vom Moment der Öffnung für ein breites Publikum im Jahr 2011 an als eine Erfolgsgeschichte. Bis heute haben nicht weniger als 23 Ausstellungen viele tausend Menschen in die geschichtsträchtigen Räume dieser außergewöhnlichen Burg im Ortsteil Wiescheid geführt und dazu beigetragen, dass Haus Graven einen festen Platz in der Kulturstadt Langenfeld innehat. Auch als Eventstätte und traumhafte Kulisse für Eheschließungen hat sich die Burg in den vergangenen mehr als acht Jahren bewährt.

„Von Beginn an war uns auch bewusst, dass wir rechtzeitig über die Zukunft der Wasserburg mit den Eigentümern in Verhandlungen treten müssen, wenn wir diese Erfolgsgeschichte fortschreiben möchten“, sagt Bürgermeister Frank Schneider mit dem Blick auf den im kommenden Jahr auslaufenden Mietvertrag.

Nach ersten Gesprächen im Jahr 2015, also zur Halbzeit des auf zunächst zehn Jahre angesetzten Mietverhältnisses, bei dem der Förderverein Haus Graven e. V. seit der ersten Stunde eine tragende Rolle übernommen hatte, wurden die Verhandlungen in den vergangenen Wochen und Monaten konkreter und auch komplizierter. „Von einfachen Verhandlungen kann ich auf das vergangene Jahr zurück blickend zwar nicht sprechen, die Intensität der Gespräche hat aber aus meiner Sicht auch dazu geführt, dass wir nun eine deutliche Vorstellung davon haben, was wir als Stadtverwaltung wollen und was wir bereit sind, unsererseits einzubringen, um die Wasserburg weiterhin als den Ort der Kultur zu nutzen, den so viele Menschen aus Langenfeld und Umgebung schätzen und erhalten möchten“, umschreibt der Bürgermeister die jüngsten Entwicklungen.

Ein ganz entscheidender Faktor auf dem Weg in die Zukunft der Wasserburg Haus Graven ist für Frank Schneider dabei Erweiterung der Nutzung über das Kulturelle hinaus unter Einbeziehung des Naturschutzgedenkens. „Haus Graven soll künftig Raum für Kultur und Naturschutz bieten“, lautet die klare Richtung, die der Bürgermeister einschlägt und sieht in dem in den vergangenen Monaten entwickelten, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Konzept ein tragfähiges Zukunftsmodell.

Diese Nutzungserweiterung als „Haus des Naturschutzes“ sieht nach dem am 2. Juli 2019 vom Rat der Stadt Langenfeld einstimmig beschlossenen Konzept dabei auch vor, die Wasserburg Haus Graven zu erwerben.

„Es gab sicherlich eine Reihe von möglichen Mietvarianten, die aber aus unserer Sicht alle nicht in Frage kamen, da wir als Mieterin Stadt Langenfeld für investive Maßnahmen verantwortlich gewesen wären, ohne dabei Eigentumsrechte wahrnehmen zu können“, spricht Frank Schneider auch für die an den Verhandlungen beteiligten Mitarbeiter der Verwaltung.

Mit einem aktuell ausgehandelten Kaufangebot in Höhe von 600.000 Euro ist der Rat dem Vorschlag des Bürgermeisters einstimmig gefolgt, die Wasserburg für diesen nach Marktanalyse angemessenen Preis zu kaufen. Weitere Kosten würden durch Umbaumaßnahmen im Haus (390.000 Euro) und die anstehende Teichsanierung (600.000 Euro) entstehen.

Die Finanzierung soll dabei durch ein Stiftungsmodell erfolgen, dessen Varianten nun zu recherchieren sind, um ein optimales Modell zu entwickeln. Das von Frank Schneider definierte Ziel ist dabei, die Belastung des städtischen Haushaltes mit maximal 935.000 Euro unter einer Million zu halten und den Bärenanteil der einmaligen und die Folgekosten über die zu gründende Stiftung zu schultern.

Mit dem deutlichen Fokus des Angebotes auf Haus Graven mit der Kombination aus Kultur und Naturschutz versprechen sich die Verantwortlichen einen weiteren Schub für die Wasserburg als öffentlichen Ort mit hohem Nachhaltigkeitswert für alle Generationen und Interessengruppen. Als „Haus des Naturschutzes“ kann eine Institution mit einem umweltpädagogischen Bildungsangebot entstehen, die für ökologische Themen sensibilisiert. Mit der Fortführung des bewährten kulturellen Engagements des Fördervereins Haus Graven e. V. wird in dieser Kombination ein großer Mehrwert geschaffen.

„Die Strahlkraft wird dabei noch mehr über Langenfelds Grenzen hinaus gehen“, ist der Bürgermeister vom Ausbau des bereits großen Erfolges überzeugt und freut sich auf einen regen Austausch im politischen Raum: „Wer mich kennt, weiß, dass mir diese beiden Themen besonders am Herzen liegen, denn ich sehe sowohl die Kultur, als auch den Umwelt- und Klimaschutz als elementare Handlungsfelder, die unsere Stadt lebenswert und zukunftsfähig machen“.

Umfängliche Informationen zu dem Konzept, den Verhandlungen und deren Historie finden sich in der am 2. Juli 2019 einstimmig beschlossenen

Ratsvorlage

News:

SchlemmerMeile 2019

Zum 18. Mal verzaubern die Küchenchefs und ihre Teams in den zahlreichen weißen Pagoden entlang der Solinger Straße ihre Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten und erfrischenden Getränken. Am 31. August und 1. September 2019 steht auch die Schlemmermeile ganz im Zeichen des Frankreichjahres. Mehr...


Bonjour la France! – Willkommen Frankreich in Langenfeld

Zum 50. Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Senlis und Langenfeld sagt die Stadt Langenfeld "Bonjour la France!" Das Frankreichjahr gewährt 2019 viele kulturelle Einblicke in ein Land mit unterschiedlichsten Facetten. Mehr...


weiterweitere News...

  Download on the Appstore - Apple   Visit the Android Play Store