Landesverkehrsminister Hendrik Wüst überreicht Urkunde an fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt Langenfeld

Elisabeth Müller-Witt (MdL), Bürgermeister Frank Schneider, AGFS-Vorstand Christine Fuchs, Claudia Schlottmann (MdL), Landesverkehrsminister Hendrik Wüst, Fachbereichsleiter Ulrich Beul und Referatsleiter Franz Frank (von links)

Der Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, hat im Rahmen seines Besuches in Langenfeld heute Bürgermeister Frank Schneider offiziell die Urkunde zur Mitgliedschaft in der AGFS überreicht.

Das Kürzel AGFS steht für die Arbeitsgemeinschaft der fußgänger- und fahrfreundlichen Städte in Nordrhein-Westfalen. Hier sitzt Langenfeld jetzt mit 87 weiteren Kreisen und Kommunen an einem Tisch, um sich über gute Radverkehrslösungen auszutauschen und von Erfahrungen zu profitieren. Zudem öffnen sich für Infrastrukturmaßnahmen und die Öffentlichkeitsarbeit neue finanzielle Fördermöglichkeiten.

Bürgermeister Frank Schneider unterzeichnete die ihm im Namen der Stadt Langenfeld verliehende Urkunde der AGFS

Für die Stadt Langenfeld ist die Auszeichnung eine Bestätigung für die bisher geleistete Arbeit, aber auch zeitgleich ein Ansporn, die Ansprüche der AGFS an eine Stadt der Zukunft zu erfüllen. Die Vision der AGFS sieht die Stadt als Lebens- und Bewegungsraum, der aktiv zum Bewegen einlädt, in dem körperliche Aktivität ungehindert, sicher und mit Freude stattfinden kann.

Auch in den nächsten Jahren stehen in Langenfeld zahlreiche Maßnahmen und Aktionen an. So werden in Richtung Hilden bestehende Radwege saniert, ertüchtigt, neu gebaut und asphaltiert.

Mit der Stadt Monheim befindet sich ein städteübergreifendes Fahrradverleihsystem in der Planung. Gemeinsam mit dem Kreis Mettmann wird das Knotenpunktsystem geplant, um zukünftig im Alltag als auch aus touristischer Sicht eine verbesserte Wegweisung vorzuhalten. Und langfristig wird der Radschnellweg nach Düsseldorf und Neuss Pendlerinnen und Pendlern neue Möglichkeiten bieten.

Doch auch die Fußgängerinnen und Fußgänger rücken vermehrt in den Fokus der Planung: Im Rahmen des kommunalen Mobilitätskonzeptes wurden Eltern und Schülerinnen und Schüler befragt, um das Sicherheitsgefühl auf dem Schulweg zu analysieren. Auch der älteren Generation wird bei Stadtteilspaziergängen die Chance gegeben, Probleme bei der Barrierefreiheit oder sinnvolle Standorte für Sitzmöglichkeiten zu benennen.

Aus Sicht der Stadt Langenfeld bietet die Förderung der Nahmobilität, also des Fuß- und Radverkehrs, die Chance, Verkehrsprobleme zu beheben und ermöglicht den Einwohnerinnen und Einwohnern eine selbstständige und gesunde Mobilität.

An der Unterzeichnung und Verleihung der Urkunde nahm auch die Vorsitzende der AGFS in NRW, Christine Fuchs teil, die sich ebenso wie der Landesminister lobend über das Engagement der Stadt Langenfeld äußerte.

Im Beisein der beiden Landtagsabgeordneten Elisabeth Müller-Witt (links) und Claudia Schlottmann (rechts) sowie Bürgermeister Frank Schneider (2.vl.l) trug sich der Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (sitzend) in das Goldene Buch der Stadt Langenfeld ein

Bürgermeister Frank Schneider hob bei dieser Gelegenheit die große Bedeutung der Mobilität in einer auf Klimaschutz ausgerichteten Stadt wie Langenfeld hervor: „Wir haben schon viel bewegt, und es gibt sicherlich noch viel zu tun. Dabei sind wir definitiv auf dem richtigen Weg und sehen diese Auszeichnung als große Motivation, Langenfeld neben den vielen Handlungsfeldern des Klimaschutzes auch auf diesem Sektor zu einem Vorbild in der Region zu machen.“

Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Die Stadt Langenfeld bekommt mit der Überreichung der Urkunde das Qualitätssiegel ‚Fußgänger- und Fahrradfreundliche Stadt‘. Sie kann als neues, 88. AGFS Mitglied stolz sein auf ihr Engagement zur Förderung der Nahmobilität. Die Auszeichnung soll aber auch Ansporn sein, weiter an der Verbesserung der Fuß- und Radwegeinfrastruktur zu arbeiten. Radfahren ist längst auf der Top-Agenda der Verkehrspolitik angekommen. Radverkehr wird durch E-Bikes und Pedelecs immer mehr zum Pendlerverkehr. Das Land fördert die umweltfreundlichste, gesündeste und preiswerteste Art von Mobilität, auf allen Ebenen: mit dem Nahmobilitätsprogramm, mit unseren Radschnellwegprojekten, mit dem Bau von Radwegen an Landesstraßen, mit der Unterstützung von Bürgerradwegen, mit der Förderung in den Kommunen und mit dem Radroutenplaner. Nordrhein-Westfalen ist das fahrradfreundlichste Bundesland und will es auch bleiben.“

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