Keine Windkraft in Berghausen

Neben einer bereits bestehenden Windkraft-Konzentrationszone in Reusrath standen in den vergangenen zwei Jahren Flächen an der Stadtgrenze zu Monheim zur Diskussion, auf denen darüber nachgedacht wurde, gemeinsam mit der Nachbarstadt Windkraftanlagen zu realisieren.

Auf Monheimer Stadtgebiet wurde der Bau von drei Windkraftanlagen untersucht, auf Langenfelder Gebiet im Bereich Berghausen der Bau von zwei Anlagen. Neben den gesetzlichen Vorgaben zum Schutz vor Immissionen wie beispielsweise Lärm und Schattenschlag sind in diesem Planungsraum der Trinkwasserschutz und der Artenschutz von besonderer Bedeutung.
Aus wasserschutzrechtlichen Gründen (Trinkwasserschutzzone II) sind nach Aussage der Bezirksregierung zwei Anlagen auf Monheimer und eine auf Langenfelder Stadtgebiet nicht zulässig.

Ein Zwischenbericht aus der Artenschutzprüfung bestätigt darüber hinaus, dass aufgrund von Fledermausvorkommen auch die zweite Anlage auf Berghausener Gebiet nicht umsetzbar ist. Die nicht weit entfernt geplante letzte verbleibende Anlage auf Monheimer Stadtgebiet hat erstaunlicherweise weniger artenschutzrechtliche Einschränkungen. Es werden jedoch weitreichende Abschaltungen notwendig, die einen wirtschaftlichen Betrieb nach Aussagen von Experten nicht ermöglichen.

„Da wir weder den Trinkwasserschutz, noch den Artenschutz an dieser Stelle ignorieren, werden wir uns endgültig von diesem Alternativ-Standort verabschieden.

Anhand der scheinbar doch großen Zahl an zu beachtenden Parametern an eine Genehmigungsfähigkeit von Windkraft in einem Ballungszentrum wie der Rhein-Ruhr-Schiene habe ich große Zweifel, ob es überhaupt möglich sein wird, grünes Licht für Windkraft in Langenfeld von Seiten der Bezirksregierung zu bekommen“, ergänzt der Bürgermeister seine Zweifel an der Realisierungsfähigkeit für diese Art der alternativen Energiegewinnung in unserer Stadt.

Denn auch an der letzten in Langenfeld noch möglichen Stelle für Windkraft in Reusrath wird mit Sicherheit der Artenschutz nochmals einer städtisch veranlassten Prüfung unterzogen werden, falls man über eine Veränderung der Höhenbegrenzung nachdenke. Dies könne, wie der Standort Berghausen gezeigt habe, für weitere Hürden sorgen.

Auch die in diesem Monat auf den Weg gebrachte Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) durch die Große Koalition in Berlin wird für das eine oder andere Fragezeichen dahingehend sorgen, wie interessant der Standort Langenfeld künftig noch für Investoren sein wird. „Wir beobachten dies sehr aufmerksam“, betont der Bürgermeister.

Falls sich in diesen Fragen einschneidende Veränderungen für das Ermöglichen von Windkraft ergeben sollten, müsse sich der Rat in der neuen Wahlperiode nochmals eingehend mit dem Thema Windkraft und deren Realisierbarkeit in Langenfeld beschäftigen.

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