Ausstellung: AUF ZU NEUEN UFERN!

Tappert_Zwei Mädchen im Profil_1918_Öl auf Leinwand AUF ZU NEUEN UFERN!
Zwischen Brücke und Novembergruppe. Dresdner und Berliner Expressionisten aus der Sammlung Frank Brabant

18. November 2018 - 10. März 2019

Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts hat das europäische Kunstverständnis grundlegend verändert. Die naturalistische Abbildung und Nachahmung der Natur und damit die akademische Lehre und Malweise verloren ihren Status als höchstes künstlerisches Ziel. Intensive Farben, oft stark konturierte Formen, Reduktion und Verfremdung sind nur einige der künstlerischen Mittel, derer sich die Künstler des Expressionismus bedienten.

Die 1905 in Dresden gegründete Künstlergruppe Brücke war eine der ersten Vereinigungen der Kunstrichtung im deutschsprachigen Raum. Die Gründungsmitglieder Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff formulierten bereits 1906 in ihrem Programm Ziele, die sowohl als künstlerische als auch gesellschaftspolitische Maxime zu verstehen sein können. Kunst und Leben galten als zusammenhängende und eng verbundene Elemente.

Der erste Weltkrieg und seine Auswirkungen; Tod, Hunger, Inflation und die unmittelbare Kriegserfahrung als Soldat hatte etliche Künstler dieser Generation traumatisiert. Die gesellschaftliche und politische Ordnung war zerstört und wurde von Grund auf in Frage gestellt. Vor diesem Hintergrund formierte sich in Berlin 1918 die Novembergruppe. Die Gruppe bezeichnete sich selbst als revolutionär und radikal und strebte eine bodenständige, am realen Leben der Bevölkerung orientierte Kunst an. Ihre Ausrichtung war stark politisiert und verfolgte offen das Ziel einer sozialen Revolution. Während die Themen dem sozialistischen Realismus nahestanden, war die stilistische Umsetzung am Expressionismus orientiert. Arbeiter und bäuerliche Szenen sind häufig gewählte Motive der Gruppe zugehöriger Künstler, darunter Max Pechstein, Georg Tappert, César Klein, und Hanna Höch.

Bereits in den ersten Tagen des Nationalsozialismus musste die Gruppe ihr Engagement aufgeben. Vertreterinnen und Vertreter des Expressionismus, der Novembergruppe und der Berliner und Dresdner Sezessionisten waren bald von Ausstellungs- und Arbeitsverboten belegt und mussten im schlimmsten Fall mit Verfolgung und Vertreibung durch die Nationalsozialisten rechnen. Ihre Kunst galt als „entartet“. Viele Werke wurden verboten und zerstört oder sind bis heute verschollen.

Öffentliche Führungen zur Ausstellung


Katalog zur Ausstellung

AUF ZU NEUEN UFERN!

AUF ZU NEUEN UFERN! Zwischen Brücke und Novembergruppe:Dresdner und Berliner Expressionisten aus der Sammlung Frank Brabant

ca. 112 Seiten / 148 x 210 mm / 54 farbige Abbildungen

Die Publikation erscheint im Eigenverlag und ist zum Preis von 9,90 € über das Stadtmuseum | Stadtarchiv erhältlich.

Hrsg: Stadtmuseum | Stadtarchiv Langenfeld / Autorin: Alexandra Hinke



Die Veranstaltung findet an 33 Terminen im Zeitraum vom 21.11.2018 bis zum 30.12.2018 statt.

Alle Termine anzeigen

















Arbeitskreis Ahnenforschung des Stadtarchivs

Regelmäßig lädt das Stadtarchiv zum Erfahrungsaustausch über Ahnenforschung ein. Mehr


Führung durch den Schalenschneider-Kotten

Jeden ersten Sonntag im Monat bietet der Förderverein Stadtmuseum eine Führung durch den Schalenschneider-Kotten an. Mehr