Das Programmkino im Schaustall
Die Veranstaltung findet vom 15.04.2026 bis zum 27.06.2026 statt.
Die nächsten 8 Termine anzeigenNouvelle Vague
Ende der 1950er-Jahre gab es nicht nur im Kino grundlegende Veränderungen. Eine junge Generation von Filmschaffenden wollte nicht mehr die üblichen Rollenklischees und dramaturgischen Regeln bedienen, nicht mehr in künstlichen Studiowelten mit den immer gleichen bekannten Stars drehen. In Deutschland wurde 1962 im Oberhausener Manifest Papas Kino für Tod erklärt, daraus entstand der „Neue deutsche Film“ unter anderem mit Wim Wenders oder Werner Herzog. In England hieß es „British New Wave“, in den USA etwas später das „New Hollywood“ und in Frankreich, wo die Bewegung ihren Anfang nahm, war es die „Nouvelle Vague“. Einer der ersten neuen Filme war „Außer Atem“ von Jean-Luc Godard mit Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg. Der amerikanische Regisseur Richard Linklater hat sich und vor allem uns den Spaß gemacht, die Entstehungsgeschichte dieses bis heute außergewöhnlichen Klassikers zu erzählen. Neben Godard begegnen wir dem jungen Claude Chabrol sowie François Truffaut in einem wunderschönen Schwarz-Weiß-Paris von 1959, wo in und auf den Straßen gedreht wurde, alles sehr Detailverliebt und mit großem Amüsement.
8. Mai + 9. Mai
The History Of Sound
Paul Mescal und Josh O'Connor sind zwei der talentiertesten und angesagtesten Darsteller aktuell, zusammen spielen sie in „The History of Sound“ ein Liebespaar in Zeiten, in denen Homosexualität noch geächtet war. In den 1910er-Jahren lernen sich die beiden Musikstudenten in New England kennen. Über ihre gemeinsame, tief empfundene Liebe zu traditioneller Folk-Musik kommen sie sich näher. Nach dem Ersten Weltkrieg machen sie sich 1920 auf zu einer musikalischen Expedition durch den Nordosten der USA, sie nehmen traditionelle Lieder auf Wachszylinder auf, um diese Musik der Nachwelt zu erhalten. Doch die glückliche Zeit hat ein Ende, und die beiden müssen andere Wege gehen. Das sehnlich erwartete Wiedersehen und die von ihnen gesammelte und bewahrte Musik werden den Verlauf des Lebens für beide immer prägender. Mit betörend fotografierten Bildern inszenierter Film, in dem nicht nur die emotionalen Folksongs für große Kinomomente sorgen.
15. Mai + 16. Mai
Rose
Die wahrhaftige Beschreibung einer Land- und Leutebetrügerin, die, obwohl als eine Weibsperson geboren, dem zum Trotz unter falschem Nam als Mannsbild sich betragen, und viel üble Schandtat hat getrieben. In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf. Schweigsam, schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt. Der Fremde behauptet, Erbe eines verlassenen Gutshofs zu sein, und kann ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinde. Allerdings setzt der Fremde alles daran, hier sein Glück zu finden. Sein Streben nach Anerkennung und Akzeptanz werden aber durch sein Geheimnis erschwert: Unter falscher Identität, unter falschem Namen und unter Vortäuschung eines falschen Geschlechts hat der Soldat seinen Weg in das Dorf genommen. Doch um seine Ziele zu erreichen, wird er auch nicht vor der Unmöglichkeit einer arrangierten Ehe mit der Tochter eines Großbauern zurückschrecken. Denn wer so weit gekommen ist, hält bald alles für möglich.
Die aus vielen ähnlichen, authentischen Personengeschichten zusammengestellte Filmfigur wird von Sandra Hüller meisterhaft dargestellt in einer Art Lehrfilm über die Unfreiheit von Frauen.
12. Juni + 13. Juni
Vivaldi und ich
Nochmals ein Film mit und über Musik, diesmal eingebettet in die atmosphärische Kulisse des barocken Venedigs ist „Vivaldi und ich“ nicht nur eine Biografie über den Schöpfer der Vier Jahreszeiten, sondern auch die Geschichte der talentierten Violinistin Cecilia, die in einem Heim für verwaiste Mädchen lebt und dort in das Studium der Musik einführt wird. Sie darf nur mit Maske vor den reichen Gönnern des Hauses aufspielen, als eigenständige Person soll sie nicht gesehen werden. Doch mit der Ankunft eines neuen Lehrers, Vivaldi, bekommt sie erstmals die Chance, der Enge ihres bisherigen Lebens und der Aussicht einer arrangierten Ehe zu entkommen, in der sie nicht mehr musizieren dürfte. Dank Vivaldi lernt sie den eisernen Willen, der sie zur künstlerischen Perfektion treibt. Trotzdem braucht sie auch weiter Vivaldis Unterstützung, denn die drohende Eheschließung könnte all ihre Ambitionen abrupt beenden. Dann, genau im richtigen Moment, kommt es im Film zu einer überraschenden Wendung, auf die hier jetzt nicht weiter eingegangen wird, nur so viel, das Drehbuch ist schlau genug, um Klischees und Erwartungen nicht zu bedienen.
26. Juni + 27. Juni
Sondervorstellungen - weiteres, stets aktualisiertes Sonderprogramm gibt es unter www.rex-kino.de
OPEN AIR
21.8. Steckerlfischfiasko
+ 22.8. + 28.8. + 29.8.
LebensLust
19. April Ein fast perfekter Antrag
17. Mai Siri Hustvedt – Dance Around the Self, Doku
21. Juni Ticket fürs Leben
FrauenFilmForum
15. April Gelbe Briefe
20. Mai Paris Murder Mystery
17. Juni Rose