Page 3 - Kulturkalender für die Stadt Langenfeld
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Langenfelder Kulturkalender
Ausstellungen Januar bis März 2025
Künstlergruppe Falter Im Visier
Marktkarree Langenfeld Vernissage: 29.03.2026 um 12:00 Uhr
1. Obergeschoss, Solinger Str. 20
Öffnungszeiten: Mi - Fr 17:00 - 19:00 Uhr, Das Thema IM
Fr 11:00 - 13:00 Uhr und Sa 12:00 - 16:00 Uhr VISIER der neuen
Eintritt: frei, barrierefrei zugänglich Ausstellung der
Infos: www.falter-langenfeld.jimdofree.com Gruppe Falter re-
E-Mail: falter-langenfeld@gmx.de flektiert ein be-
merkenswertes
TRAUMWELTEN Phänomen: Men-
bis zum 14.03.2026 schen blicken auf © Uschi Stoffels: Im Visier
dasselbe – und
Die Ausstellung sehen doch stets
Traumwelten lädt etwas anderes.
ein in eine poeti- Im Laufe des Le-
sche Welt, in der bens entwickelt jeder einen eigenen Blick auf
Bilder, Formen die Welt, geprägt von Erziehung, Kultur, Religi-
und Materialien on, Umgebung, persönlichen Erfahrungen und
zu träumerischen © Claudia Grunewald: Ein-Blick gesellschaftlichen Ereignissen. Die Kreuzung
Narrativen ver- dieser Eindrücke formt ein Wertesystem und da-
schmelzen. mit eine einzigartige Sicht. Dieser Blick hilft, das
Die Werke der Fal- Wesentliche zu erfassen und alles Überflüssige
ter Künstler und auszublenden – wie ein Bildhauer, der die Form
Künstlerinnen er- aus dem Stein meißelt. Zugleich aber begrenzt
forschen Grenzgänge zwischen Bewusstsein und er uns.
Unterbewusstsein und laden zu einer sinnlichen Doch es gibt etwas, das uns über unsere eigenen
Entdeckungsreise ein. Diese Traumwelten sind Wahrnehmungen hinausführt und uns die Pers-
kunstbezogene Welten, die sich aus Träumen, pektiven anderer eröffnet.
Fantasie oder inneren Bildern ableiten. Sie zielen
darauf ab, den Übergang zwischen Wirklichkeit Wie Marcel Proust im letzten Band „Die wie-
und Imagination zu erkunden. dergefundene Zeit“ seines Romanzyklus „Auf
Zu sehen sind intensive Werke, mit farbigen, rät- der Suche nach der verlorenen Zeit“ schreibt,
selhaften oder poetischen Motiven und Struktu- können wir nur durch die Kunst begreifen, was
ren statt alltagstauglicher Realität. andere Menschen sehen, neue Empfindungen
Traumwelten bündeln dabei Malerei, Zeichnun- entdecken, die sich von unseren unterscheiden,
gen, Mischtechniken, skulpturale Objekte oder Landschaften wahrnehmen, die uns sonst ver-
auch Fotografien und ziehen den Zuschauer in borgen geblieben wären.
den Bann einer ungewohnten, oft irrlichternden „Durch die Kunst erkennen wir nicht nur unse-
Bildwelt. re eigene Welt, sondern viele. So viele originelle
Zweifellos bietet diese Ausstellung Anlass zum Künstler es gab, so viele Welten stehen uns zur
Nachdenken über Erinnerung, Identität, Sehn- Verfügung – noch vielfältiger und unterschied-
süchte oder Traumdeutung. licher als die Welten, die durchs Universum flie-
gen“, schreibt Proust.
Mit dieser Ausstellung setzen die Künstler und
Künstlerinnen ihre Wahrnehmungen ins Visier,
mit dem bewussten Blick, der Perspektive und
der Konzentration auf das Wesentliche.
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