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Magazin der Stadt Langenfeld Rhld.
            „Aktion saubere Straße“ sorgt für

            ein noch lebenswerteres Wohnumfeld


            Die Übertragung der Straßenreinigung an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Langenfeld im Jahr 2006 war
            und ist ein Inbegriff für Engagement um ein sauberes Wohnumfeld und die Bereitschaft, sich von der „Voll-
            kaskomentalität“ zu verabschieden, in der Staat und Stadt für alle Lebensbereiche verantwortlich ist.

            Von Andreas Voss

                                                           Bastian Steinbacher und Bürgermeister Frank Schnei-
                                                           der erinnern gemeinsam daran, dass seit vielen Jahr-
                                                           zehnten die Reinigungspflicht  der Gehwege vor den
                                                           Grundstücken ohnehin in der Bürgerverantwortung
                                                           liegt. „In der Praxis beschränkt sich die Straßenkehr-
                                                           pflicht auf den Rinnstein, in dem sich auch Laub und
                                                           andere überschaubare Mengen an Schmutz sammeln
                                                           können“, so die Beobachtungen des Betriebshofleiters.

                                                           Bürgermeister Frank Schneider betont mit Blick auf
                                                           das in unserer Stadt so ausgeprägte bürgerschaftliche
                                                           Engagement nochmals die große Stärke der Langen-
                                                           felderinnen und Langenfelder, stets dort anzupacken,
            Seit 2006 ist die Straßenreinigung in die Verantwortung der   wo es notwendig ist: „Dazu gehört auch die gute alte
            Bürgerschaft an zahlreichen Straßen gelegt worden.  Tugend der Nachbarschaftshilfe, die dann greifen kann,
                                            Foto: Andreas Voss  wenn es tatsächlich Menschen gibt, die aus Alters- oder
                                                           Krankheitsgründen nicht mehr in der Lage sind, vor ih-
            Ganz ohne eine öffentliche Gegenleistung und Beloh-  rer Türe zu kehren“.
            nung für die Mühen an Besen und Schaufel vor der
            eigenen Haustür erfolgt dieses Musterbeispiel für bür-  Der Bürgermeister betont in diesem Zusammenhang
            gerliches  Engagement  letztlich  aber  nicht,  denn  seit   auch, dass letztlich alle Anlieger von einem sauberen
            2006 zahlen die Langenfelderinnen und Langenfelder   Straßenbild  partizipieren, denn  es  ist  keine  neue  Er-
            keine Straßenreinigungsgebühren mehr.          kenntnis, dass ein sauberes Umfeld auch Sicherheit und
                                                           Lebensqualität vermittelt.
            Häufig ins fotografierte und ins bewegte Bild gesetzt,
            gilt Langenfeld seit mehr als zwölf Jahren nun schon als
            Vorreiter auf diesem Gebiet. Selbstverständlich ist die-
            se Übertragung der Kehrpflicht auf die Anwohnerschaft
            von etwa 500  sogenannten Bürgerstraßen bis heute
            nicht völlig reibungslos verlaufen, denn wie in allen Le-
            bensbereichen gibt es auch bei der eigenverantwortli-
            chen Straßenreinigung einzelne, die ihrer Pflicht nicht   Als weiteres Element der „Aktion saubere Straße“ star-
            nachkommen.                                    tet das Referat Umwelt, Tiefbau, Verkehr mit Franz
                                                           Frank an der Spitze eine stadtweit angelegte Reini-
            „Wir schreiben im Jahr zwischen 20 und 30 Haushalte   gungsaktion  von Verkehrs-  und  Straßenschildern.  In
            an, um sie an ihre Kehrpflicht zu erinnern“, weiß der   diesem Zusammenhang bittet die Stadtverwaltung
            Leiter des städtischen Betriebshofes, Bastian Steinba-  auch die Bürgerschaft um Unterstützung in Form ei-
            cher. Ein Bußgeld, das im äußersten Fall drohen könnte,   ner Rückmeldung von verblichenen oder aus anderen
            wurde seit 2006 allerdings noch nicht verhängt und das   Gründen nicht mehr lesbaren Straßenschildern - entwe-
            soll auch so bleiben.                          der telefonisch an die Rufnummer 02173/794-5301 oder
                                                           per E-Mail an katrin.mueller@langenfeld.de.
            Denn der städtische Betriebshof möchte unter dem
            Motto „Aktion saubere Straße“ nochmals alle Langen-  Rückfragen und Anregungen zur Straßenreinigung
            felderinnen und Langenfelder, die für die Straßenreini-  nimmt selbstverständlich auch die Zentrale des städti-
            gung vor ihrem Grundstück verantwortlich sind, moti-  schen Betriebshofes unter Tel. 02173/794-5555 oder per
            vieren, durch ihren Einsatz weiterhin für ein sauberes   E-Mail unter brigitte.firschbach@langenfeld.de gerne
            Straßenbild zu sorgen.                         entgegen.



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