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Magazin der Stadt Langenfeld Rhld.
„Die Zeit drängt!“ - Schulentwicklung hat
den Spitzenplatz in der Prioritätenliste
Als Bürgermeister Gerold Wenzens sein beliebtes Social-Media-Format „Wenzens Woche“ vor wenigen Wo-
chen mit den Worten, „Hallo Langenfeld, wir haben ein Problem…“ einleitete, verlieh er der Dringlichkeit der
Schulentwicklung im Kontext mit der Schaffung von Plätzen an den weiterführenden Schulen die notwendige
Priorität.
Von Andreas Voss
heutigen Parkplatz des Freiherr-vom-Stein-Hauses
entstehen. Im Zuge dieser Maßnahme wird auch der
Bereich der Fröbelstraße zwischen Schule und dem
genannten Neubau als Schulhoffläche attraktiv umge-
staltet. Die derzeit in den Räumen der ehemaligen Pes-
talozzischule untergebrachte Oberstufe soll ein neues,
größeres und modernes Gebäude auf dem gegenüber
liegendem Fußballplatz Hinter den Gärten erhalten.
Ersatz für den Fußballplatz wird in gleicher Größe im
Bereich Möncherderweg/Reusrather Straße geschaffen.
Parkplatz am Freiherr-vom-Stein-Haus. Foto: Andreas Voss
Bereits im November hatte der Bürgermeister das The- Die Rheinische Post beschrieb das Konzept der Task-
ma „Schulentwicklung“ zur Chefsache erklärt und eine Force treffenderweise als „ausgeklügeltes Puzzle“. Es
Taskforce gegründet, um mit den zuständigen Experten ist eines, dass in jedem Fall die Schullandschaft in Lan-
der Verwaltung eine tragfähige Lösung zu erarbeiten. genfeld ertüchtigen und modernisieren wird. In Kombi-
Dies ist auch gelungen. nation mit wechselnd dem ebenfalls bereits beschlos-
senem Ausbau am Konrad-Adenauer-Gymnasium wäre
Basis ist dabei die Entwicklung der Schülerzahlen in der Bedarf nach aktueller Schätzung der Schülerzahlen
den kommenden zehn Jahren und darüber hinaus. Das gedeckt.
Problem dabei: In den nächsten fünf Jahren werden
sehr große Eingangs-Jahrgänge an den weiterführen-
den Schulen erwartet, danach aber sinken die Prog-
nosen wieder sehr deutlich. Ein externes Fachbüro soll
nun in den nächsten Monaten Klarheit schaffen, wohin
sich die Schülerzahlen langfristig entwickeln werden.
Blieben sie auf dem hohen Niveau, wäre die Gründung
einer neuen Gesamtschule eine Lösung, die auch von
der Mehrheit der Politik befürwortete wurde.
Davon unabhängig hat die Taskforce um den Bürger- Sportplatz Hinter den Gärten. Foto: Andreas Voss
meister ein Konzept entwickelt, dessen Umsetzung
auch schon gestartet wurde. Es wird die Bedarfe der Die Tür für eine neue Gesamtschule ist bei der Um-
kommenden Jahre decken und schafft neue Schulge- setzung des Konzeptes weiterhin offen. Denn sollte
bäude, die auch von einer neuen Gesamtschule genutzt die Analyse des externen Fachbüros ergeben, dass sie
werden könnten. Schülerzahlen längerfristig auf einem hohen Niveau
bleiben oder gar steigen, kann auf dem Gelände der
Als Ad-hoc-Maßnahme können zunächst ab Sommer früheren Pestalozzischule zusätzlicher Raum für den
2026 Räume im Kulturzentrum für den Schulbetrieb Unter- und Mittelstufenbereich einer neuen Gesamt-
an der Prismaschule umfunktioniert werden. Um auch schule entstehen, die dann auch den geplanten Neubau
die Schulhofgröße den zusätzlichen Schülerzahlen an- auf dem Sportplatz Hinter den Gärten nutzen würde.
zupassen, wird zudem eine zusätzliche Fläche in den
Pausenhof integriert. Ob die Gründung einer neuen Gesamtschule umgesetzt
Sehr schnell soll dann ein modernes Schulgebäude für wird, wird insbesondere von den mit Spannung erwar-
die Klassen fünf bis zehn der Prismaschule auf dem teten Schülerprognosen abhängen.
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