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Magazin der Stadt Langenfeld Rhld.
            Kräfte gegen Kriminalität über die Stadtgrenzen hinweg

            bündeln: Langenfeld ist Gründungsmitglied der „GeKo“


            Mit der Gründung der Gemeinsamen Koordinierungsstelle Rhein-Wupper, kurz „GeKo“, gehört die Stadt
            Langenfeld zu einem, die Stadtgrenzen überschreitenden Netzwerk von Städten, die ihre Kräfte bündeln, um
            Kriminalität effizienter entgegentreten zu können.

            Von Andreas Voss
                                                           schenhandel, Problemimmobilien, gewerbliche Schein-
                                                           konstruktionen und „Strohmann“-Betriebe sowie
                                                           Geldwäsche. Die Bündelung von Fachwissen, der Aus-
                                                           tausch über Best Practice-Beispiele und die Stärkung
                                                           des Problembewusstseins in den relevanten Sparten
                                                           des kommunalen Handelns soll die Zusammenarbeit
                                                           fördern und dadurch den Staat und die Gemeinschaft
                                                           widerstandsfähiger machen, um Kriminalität zu be-
                                                           kämpfen. Erste Erfolge wurden durch die Vernetzung
                                                           bereits verzeichnet. Eine erste gemeinsame Kontrollak-
                                                           tion führte Anfang März zu Fahndungserfolgen in den
                                                           beteiligten Kommunen.
            Gemeinsame Kontrollen.
            Die „GeKo“ versteht sich dabei als ein kommunales In-  „In Langenfeld nehmen wir unter anderem eine Ent-
            formations-  und  Expertise-Zentrum,  das  es  sich  zum   wicklung zu Investitionen wahr, die wir nicht nachvoll-
            Ziel gesetzt hat, Informationen über Stadtgrenzen hi-  ziehen können, da Menschen große Immobilien kau-
            naus zeitnah und lageangepasst auszutauschen, zu be-  fen, deren Erwerb nicht zum Einkommen passt“, stellt
            werten und präventive Maßnahmen zu ergreifen.  der Erste Beigeordnete Christian Benzrath fest, der zu
            Gründungsmitglieder sind die Städte Wuppertal, Rem-  den Initiatoren dieses interkommunalen Zusammen-
            scheid, Solingen, Leverkusen und Langenfeld.   schlusses gehört. Die zentrale Koordinierungsstelle der
                                                           „GeKo“ ist in Wuppertal angesiedelt. Die Kooperation
            Dabei ergeben sich unter anderem die folgenden Hand-  der fünf Städte wird ermöglicht durch das landeseigene
            lungsfelder:                                   Förderprogramm „Interkommunale Zusammenarbeit“
            Banden- und Clankriminalität, Sozialleistungsmiss-  des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und
            brauch, Schleusung von ausländischen Personen/Men-  Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

              Erste Beteiligung an landesweitem Aktionstag

              Nur wenige Tage nach der Übergabe des Zuwendungsbescheides im Ministerium für Heimat, Kommunales,
              Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen untermauerten die der GeKo Rhein-Wupper ange-
              schlossenen Kommunen (Langenfeld, Leverkusen, Remscheid, Solingen und Wuppertal) ihre Zusammenarbeit
              und beteiligten sich am 4. März an einem landesweiten Aktionstag des Ministeriums. Unter Leitung des Ord-
              nungsamtsleiters Oliver Konsierke waren in Langenfeld elf Ordnungsamtsmitarbeitende, zwei Kollegen der
              Bauaufsicht, zwei Mitarbeitende des Kreisausländeramtes und vier Kollegen der Polizei im Einsatz.
              Um 6 Uhr morgens überprüften die Einsatzkräfte mehrere Immobilien und stellten zahlreiche Sachverhalte fest.
              So wurden unter anderem aufgrund eines Hinweises aus der Bürgerschaft in Reusrath 12 Scheinwohnungen
              osteuropäischer EU-Bürger entdeckt. Die dort gemeldeten Personen werden nun von Amts wegen abgemeldet.
              Ferner wurden ungenehmigte Nutzungsänderungen und ein Verstoß gegen das Wohnraumstärkungsgesetz
              aufgedeckt. Bei weiteren sieben Personen ist der Aufenthalt unklar. An der Adresse befanden sich zudem Büro-
              räume und Lager, ein Gewerbe war dort indes nicht angemeldet.

              „Das Ergebnis zeigt, wie wichtig die Beteiligung an überörtlichen Netz-
              werken und Aktionstagen auch bei uns ist“, erklärt Bürgermeister Gerold
              Wenzens.                                                     Gemeinsame Koordinierungsstelle Rhein-Wupper





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