„Bitte lächeln!“ Ordnungsamt trägt Bodycams
„Diese Maßnahme sorgt einerseits für mehr Rechtssicherheit bei den Bürgern, vor allem aber für die persönliche Sicherheit der Mitarbeitenden“, erklärt Gerold Wenzens. „Wir setzen auf den Deeskalationseffekt, den der Einsatz von Bodycams im öffentlichen Personennahverkehr und bei den Polizeibehörden schon bewiesen hat“. Der Bürgermeister hatte an der Einführungsveranstaltung teilgenommen und sich die Technik vorführen lassen.
Die Kameras zeichnen das Gegenüber im Einsatz auf und können so den Verlauf einer Kontrolle erfassen. „Unsere Kameras zeichnen mit Vorlauf die Entwicklung einer Situation auf. Außerdem können sie auch ein Notfallsignal auf alle Diensthandys des Ordnungsamtes und in das Rathaus senden. Die Kollegen sehen dann nicht nur ein Live-Bild, sondern bekommen den exakten Standort der Unterstützung benötigenden Ordnungshüter angezeigt.“, erläutert der Referatsleiter Oliver Konsierke die neue Technik. „Die Bilder werden unmittelbar in eine Cloud hochgeladen, und stehen sofort auf dem Bildschirm im Rathaus zur Verfügung, es macht also keinen Sinn, die Kamera zu beschädigen oder zu entwenden“, so Konsierke weiter.
Die Mitarbeitenden der kommunalen Ordnungsdienste haben spätestens mit der Novellierung des Ordnungsbehördengesetzes weitgehend ähnliche Kompetenzen wie die Polizei. Das reicht von der Personalienüberprüfung über Durchsuchungen und Platzverweisen bis hin zur Gewahrsamnahme.
Dennoch stellen Störer der öffentlichen Ordnung dies immer wieder in Frage. „Ich bin dankbar, dass der Rat im Februar der Sicherheitsoffensive des Bürgermeisters zugestimmt und so den Weg zu mehr persönlicher Sicherheit meiner Mitarbeitenden frei gemacht hat“, freut sich der für Ordnungsfragen zuständige Erste Beigeordnete Christian Benzrath.
Er ergänzt: „Ich hoffe, dass die Maßnahmen meiner Kolleginnen und Kollegen künftig weniger in Frage gestellt werden und die festzustellende Zunahme an Beleidigungen nun der Vergangenheit angehört. Die nun noch beweissicherer festgehaltenen Übergriffigkeiten wird die Stadt Langenfeld als Dienstherr weiter konsequent anzeigen.“
