„Ekelfund“ im Naturschutzgebiet: Illegale Entsorgung von Schlachtabfällen im Further Moor
„Es war sehr aufwändig, überhaupt Dienstleister zu finden, die bereit waren die ekelerregenden Funde zu bergen und zu entsorgen“, berichtet Referatsleiter Oliver Konsierke.
Mit einem Radlader wurden die Säcke aufgenommen und von einem in Schutzkleidung gesicherten Schädlingsbekämpfer vor Ort in Plastiktonnen sicher verpackt. Anschließend wurden die Abfälle in einer Sondermüllverbrennung entsorgt. Der Verwesungszustand der Tierkadaver war bereits weit fortgeschritten.
„Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Abfälle kontaminiert sind und daher muss hier mit großer Vorsicht agiert werden. Fleischabfälle und nicht richtig entsorgtes Fleisch bergen ein erhebliches Infektions- und Gesundheitsrisiko durch Krankheitserreger oder Parasiten“, erläutert Konsierke den Aufwand.
Gemeinsam mit Dirk Heinrichs, dem städtischen Abfallberater des Referates Finanzbuchhaltung, Vollstreckung, Steuern hatte er die Aktion koordiniert. „Der Schaden für die Stadt, die diese Entsorgungsleistung vorfinanzieren muss, liegt bei rund 10.000 Euro“, rechnet Heinrichs vor.
Auch deshalb hat Bürgermeister Gerold Wenzens für sachdienliche Hinweise auf den oder die Verantwortlichen dieser illegalen Entsorgung eine Belohnung von 500 Euro ausgelobt.
Hinweise nimmt das Referat Ordnung unter Tel.: 02173 794 2300 oder per Email unter ordnung@langenfeld.de entgegen. Führen diese zur Ermittlung der Verantwortlichen, wird die Belohnung ausgezahlt.
Zudem wurde Strafanzeige erstattet.

