Konstruktiver Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern zur Haushaltssituation und angekündigten Steuererhöhungen
Gut besucht war am Freitagnachmittag (25. September 2026) der Bürgersaal des Langenfelder Rathauses, in den Bürgermeister Gerold Wenzens mit dem Verwaltungsvorstand zu einer Informationsveranstaltung zum städtischen Haushalt und der vorgeschlagenen Steuererhöhung eingeladen hatte.
Im Zuge eines Impulsvortrages zur Finanzlage der Kommunen verdeutlichte der Bürgermeister die allgemein kritische Situation der Städte, die auch Langenfeld nicht verschont. Gestiegene laufende Kosten und immer neue Aufgaben, die von Land und Bund vorgegeben werden, sorgen in Kombination mit fehlenden Gewerbesteuereinnahmen einer schwächelnden Wirtschaft dafür, dass in den nächsten drei Jahren jeweils 18 Millionen Euro im Langenfelder Haushalt fehlen.
Der Bürgermeister warb für die vorgeschlagene Erhöhung von Grund- und Gewerbesteuer, als einzige Lösung für einen genehmigungsfähigen Haushalt. Er verdeutlichte aber auch mit sehr offenen Worten, dass ihm der Vorschlag für die Steuererhöhungen nicht leicht gefallen sei und er die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen könne.
Der Bürgermeister hob hervor, dass Langenfeld viele Jahre mit den Steuer-Hebesätzen weit unter den Nachbarkommunen lag und nun auf das Niveau vieler Nachbarstädte nachziehen muss. Gleichzeitig wurde aber auch auf die Zukunftsperspektive verwiesen, dass bei verlässlichen Einnahmen ab 2031 eine Steuersenkung wieder thematisiert werden könnte.
Wie hoch die Steuer-Hebesätze tatsächliche ansteigen, werde der Rat im Dezember entscheiden müssen.
In einem angeregten und immer sachlichen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern zeigten am Ende viele der Anwesenden zumindest Verständnis für den vom Bürgermeister vorgeschlagenen Weg.