Warntag: In Langenfeld heulen die Sirenen
Am Donnerstag, 12. März, findet der nächste landesweite Warntag statt. Ab 11 Uhr löst die Leitstelle die Sirenensignale zur Warnung der Bevölkerung sowie zur Entwarnung aus. Testwarnungen werden zudem über Smartphone-Apps verbreitet sowie per Cell Broadcast, sodass entsprechend vorbereitete Mobiltelefone auch ohne installierte Apps einen Alarm auslösen.
Im Kreis Mettmann wird das Sirenennetz seit mehreren Jahren modernisiert. Dabei werden auch bestehende Lücken geschlossen, da Sirenensignale nach wie vor als wichtige Warnmöglichkeit gelten. Sirenen wird ein sogenannter Weckeffekt zugeschrieben: Ihr Ton erregt Aufmerksamkeit und kann Bewohner gegebenenfalls aus dem Schlaf wecken. Gerade nachts sind im Normalfall Fernseher und Radio ausgeschaltet, und auch das Handy kann abgeschaltet sein. Der Heulton einer Sirene ist davon unabhängig.
Der Ausbau der Sirenenstandorte hat in den vergangenen Monaten Fahrt aufgenommen. Mittlerweile sind 100 von 122 geplanten Anlagen errichtet. Der Kreis Mettmann ist zuversichtlich, dass das seit mehreren Jahren laufende Projekt in Kürze abgeschlossen werden kann.
Der Probealarm beginnt mit einem einminütigen Dauerton. Dieser bedeutet im Ernstfall „Entwarnung“. Danach folgt eine fünfminütige Pause. Anschließend ist ab 11.06 Uhr ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton zu hören. Dabei handelt es sich um das eigentliche Warnsignal, das bei einem echten Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist. Nach einer weiteren fünfminütigen Pause schließt um 11.12 Uhr ein einminütiger Entwarnungsdauerton den Probealarm ab.
Die Bürgerinnen und Bürger sollen im Ernstfall bei einer Auslösung der Sirenen geschlossene Räume aufsuchen, Türen und Fenster geschlossen halten und das Radio einschalten. Bei akuten Gefahren werden über den Hörfunk (Radio Neandertal und WDR 2) Informationen und Verhaltenshinweise gegeben. Der Kreis Mettmann kann das Programm von Radio Neandertal unterbrechen und selbst Informationen einsprechen – auch dies wird am Warntag getestet. Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, die Notrufnummern 110 und 112 nur in Notfällen zu wählen.
Am Warntag wird zudem über die für Smartphones konzipierten Warn-Apps „Nina“, „Katwarn“ und „Biwapp“ sowie per Cell Broadcast ein zentral vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe aktivierter Probealarm verbreitet. Auch im Kreis Mettmann werden bei Schadensereignissen auf diesem Weg Warnungen verbreitet.
Weitere Informationen zum Warntag und zu den Sirenensignalen gibt es im Internet unter www.warnung.nrw