Baudenkmäler in Langenfeld
Nr. 14 - RHEINISCHE KLINIKEN LANGENFELD
Dieses damals "Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Galkhausen" genannte psychiatrische Krankenhaus wurde von einer 1895 eingesetzten Baukommission der Rheinischen Provinzialverwaltung für die Versorgung von psychisch Kranken aus der Stadt Köln mit 800 Betten geplant unter dem Einfluss einer beginnenden Reformbewegung, welche einer Liberalisierung der psychiatrischen Behandlung Rechnung trug. Errichtet wurde ein völlig neuer Anstaltstyp - die so genannte "koloniale" Irrenanstalt mit einem Verzicht auf majestätische, zentralisierte Großbauten sowie auf alle überflüssigen Sicherungen und Zwangsmaßnahmen. Eine Auflockerung der Anstaltsatmosphäre wurde erreicht durch Krankenpavillons im historischen Villenstil in dorfartiger Gruppierung. In der Erkenntnis des heilsamen Effektes einer Tätigkeit in der Landwirtschaft fand die Anstalt ihren Standort am schon bestehenden Gut Galkhausen. Die ersten Kölner Patienten wurden am 01.03.1900 aufgenommen. Die offizielle Übergabe der Anstalt an ihre Bestimmung fand statt im August 1901.