Bürgermeister überreicht Urkunden für Stolpersteinpatenschaften im Rahmen des Gedenkens an den 27. Januar 1945 in der LVR-Klinik
Anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 hatte die LVR-Klinik gestern zu einem Gedenken auf das Klinikgelände eingeladen.
Neben einer Kranzniederlegung am Gedenkstein in der Nähe der Klinikkirche am Mittag stand der Abend im Zeichen eines Vortrages von Dr. Keywan Klaus Münster mit anschließender Diskussionsrunde zum Thema „Nicht länger namenlos! Die rheinischen Todesopfer der NS-Medizinverbrechen und das Gedenken an sie“.
Die Gedenkveranstaltung bot zugleich den Anlass, das ehrenamtliche Engagement der Langenfelder Stolpersteinpatinnen und -paten zu würdigen und ihnen als Zeichen der Anerkennung eine Urkunde zu überreichen. Sie kümmern sich um die derzeit in Langenfeld verlegten 15 Stolpersteine.
„Es ist wichtig, dass Erinnerungskultur aus den Reihen unserer Gesellschaft entsteht und gepflegt wird. Die Stolpersteine sind bedeutende Zeichen des Erinnerns und des Gedenkens, die eine tägliche Wahrnehmung losgelöst von Gedenktagen erfahren können. Nicht nur die Pflege, sondern vor allem die Lebens- und Leidensgeschichten der Menschen die hinter den Namen stehen, werden als Mahnung wachgehalten“, lobte Bürgermeister Gerold Wenzens das ehrenamtliche Engagement der Patinnen und Paten.
Dabei hob er die Arbeit des Vereins Kulturgut hervor, der sich kontinuierlich der Aufarbeitung und Recherche des Nationalsozialismus, aktuell insbesondere der Recherche weiterer Opfer, widmet. Die Verlegung weiterer Stolpersteine wird dabei in enger Abstimmung mit dem Langenfelder Stadtarchiv vorbereitet.

