Hohe Auszeichnung für Langenfelder Geschichtsforscher Günter Schmitz
Dem pensionierten Lehrer, Schulleiter und passionierten Geschichtsforscher wurde die Statue „to B remembered“ – Gabe der Erinnerung durch das Internationale Auschwitz Komitee in einem würdigen Rahmen verliehen.
Dazu hatten sich neben Bürgermeister Gerold Wenzens und vielen Vertreterinnen und Vertretern aus Rat, Verwaltung und dem gesellschaftlichen Leben Langenfelds auch zahlreiche Honoratioren in der Stadthalle eingefunden, um dieser besonderen Ehrung beizuwohnen. Unter Ihnen die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, Christoph Heubner für das den Preis verleihende Internationale Auschwitz Komitee und Steven Zade, Sohn des Langenfelder Kinderarztes Dr. Hugo Zade, dessen Deportation und Ermordung durch das Nazi-Regime im Jahr 1944 mit der Benennung einer Straße im Stadtteil Berghausen gedacht wird.
Günter Schmitz erhält die renommierte Auszeichnung – die in der Vergangenheit bereits Persönlichkeiten wie König Charles III, dem Bundespräsidenten oder dem Maler Gerhard Richter verliehen wurde – für seine langjährige und intensive Aufarbeitung jüdischen Lebens in Langenfeld und der Region.
Auf diese Weise leistet der Langenfelder einen wertvollen und vorbildlichen Beitrag gegen das Vergessen und gibt den Opfern des menschenverachtenden Nazi-Regimes eine Identität. Damit werden ihre Leben und ihr Wirken in unserer Stadt und in der Region in der Erinnerung wachgehalten.
Bürgermeister Gerold Wenzens gratulierte Günter Schmitz zu dieser besondere Würdigung.
„Mit ihrer Arbeit haben Sie verhindert, was die Täter damals erreichen wollten:
Sie haben verhindert, dass aus Menschen anonymer Opfer wurden. Sie haben verhindert, dass Persönlichkeiten vergessen werden, dass Lebensgeschichten aus dem Bewusstsein der Nachwelt verschwinden. Mit Ihrer Arbeit haben Sie den Menschen wieder einen Platz in unserer Mitte zurückgegeben. Und uns haben Sie die Erinnerung an ihr Leben, Lieben, Wirken und Schaffen geschenkt, so der Bürgermeister.
Seine Mahnung gegen das Vergessen:
„Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus; Menschenverachtung und Gewaltbereitschaft versuchen sich mit beängstigendem Erfolg wieder auszubreiten. Lassen Sie uns gegen jede Form von Rassismus, Antisemitismus und Hass aufbegehren - im Großen wie im Kleinen, im politischen Diskurs wie im privaten Umfeld. Stehen wir gemeinsam für ein offenes, tolerantes und friedliches Miteinander ein! Denn wir wissen sehr genau, was sonst passiert. Auch Dank der Arbeit von Günter Schmitz.“
Sein Dank ging an den geehrten Günter Schmitz für seine unschätzbar wertvolle Arbeit. Gerold Wenzens dankte aber auch dem Internationale Auschwitz Komitee, das diese Leistung erkannt und anerkannt hat sowie dem Verein Kulturgut e.V. der diese würdige Feierstunde ermöglicht hat und die Geschichte Langenfelds in allen Facetten aufarbeitet und wachhält.