Wirtschaftsförderung heißt ZeitDruck 3D in Langenfeld herzlich willkommen
Was haben ein ausgefallener Oldtimer, die Ausbildung von Feuerwehrkräften und moderne industrielle Fertigung gemeinsam?
Mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde – und 3D-Technologie spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Bei einem Unternehmensbesuch bei ZeitDruck 3D in Langenfeld hatte die Wirtschaftsförderung der Stadt Langenfeld Gelegenheit zu einem intensiven Austausch mit Geschäftsführer Christof Thesinga. Das Gespräch zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten moderner 3D-Technologien inzwischen sind – vom Prototypen über die Herstellung industrieller Bauteile aus Metall und Kunststoff in Serie bis hin zu nicht mehr erhältlichen Ersatzteilen für Oldtimer. Der weltbekannte Küchengerätehersteller Miele findet sich in der Referenzliste des Unternehmens ebenso wie der Name einer U.S.-Filmproduktionsfirma, für die ZeitDruck 3D außergewöhnliche Filmrequisiten hergestellt hat.
Auch die Geschichte hinter dem Unternehmen ist spannend:
Christof Thesinga ist in Langenfeld aufgewachsen und blickt auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in Marketing, Vertrieb, Digitalisierung und Logistik auf internationaler Ebene zurück. Im Oktober 2025 hat er ZeitDruck 3D übernommen, in eine GmbH überführt und den Unternehmenssitz von Schwelm nach Langenfeld verlagert.
Und hier hat er einiges vor.
Seine Vision für die kommenden fünf Jahre: In Langenfeld soll neben dem „klassischen“ Kunststoff-3D-Druck ein Produktionsstandort für Metall-3D-Druck entstehen. Ein ambitioniertes Vorhaben – gerade, weil energieintensive Produktionsverfahren angesichts der im internationalen Vergleich hohen Stromkosten in Deutschland vor besonderen Herausforderungen stehen.
Aktuell besteht das Team aus vier Personen und soll schon bald um zwei Führungskräfte im operativen Geschäft erweitert werden. Und schon heute zeigt sich eine ganz praktische Herausforderung des geplanten Wachstums:
Der jetzige Standort an der Friedrich-Krupp-Straße ist für die Expansionspläne zu klein.
Gesucht wird deshalb eine neue Mietimmobilie in Langenfeld
mit einer Kombination aus Büro- und Produktionsflächen.
Genau hier setzt die Arbeit der Wirtschaftsförderung an.
Das Team der Wirtschaftsförderung Langenfeld unterstützt bei der Standortsuche – wohl wissend, dass Gewerbeimmobilien dieses Zuschnitts derzeit alles andere als leicht zu finden sind. Gleichzeitig soll ZeitDruck 3D dabei unterstützt werden, am noch jungen Unternehmensstandort Langenfeld Kontakte zu knüpfen und Teil der lokalen Unternehmensnetzwerke zu werden.
Dazu gehören unter anderem die Kontaktvermittlung zum Industrieverein und natürlich eine Einladung zur nächsten „frühschicht.“ – dem vierteljährlichen und beliebten Businessfrühstück der Langenfelder Wirtschaftsförderung.
Bemerkenswert war im Gespräch auch der Blick über die eigentliche Produktion hinaus.
So berichtete Christof Thesinga von einem Forschungsprojekt, bei dem gemeinsam mit weiteren Partnern an einer 3D-Simulationsumgebung gearbeitet wird, mit der Feuerwehrkräfte mithilfe von VR-Brillen virtuell für ihren späteren realen Einsatz geschult werden können.
Der Besuch war damit weit mehr als ein Kennenlerntermin.
Er war ein spannender Einblick in eine Technologie mit überraschend vielen Anwendungsfeldern – und gleichzeitig ein sehr konkretes Beispiel dafür, was kommunale Wirtschaftsförderung bedeutet: zuhören, Bedarfe erkennen, Kontakte herstellen, Netzwerke öffnen und Unternehmen bei ihrer Entwicklung am Standort begleiten.
Vielen Dank an Christof Thesinga für den offenen und ausgesprochen interessanten Austausch.