Geschichte in Klängen - Komponisten als Chronikschreiber - Lesung mit Konzert
Es gibt Komponisten in der Musikgeschichte, die ihre Musik als "reine" Musik sehen - als eine Art Ding in und für sich, frei von jeglichen externen Einflüssen und Konnotationen mit der realen Welt. Zugleich finden sich auch Künstler, die ihre Werke aber als Widerspiegelung bestimmter Ereignisse und, globaler gesehen, der Geschichte verstehen - meistenteils der zeitgenössischen Epoche, in der sie leben. Solche Komponisten sind daher mehr als nur reine Meister der Klänge - sie sind vielmehr Chronikschreiber, Dokumentaristen, die ihre Zeit auf eine besondere Weise wahrnehmen und kraft ihres Talentes in Klängen verschlüsseln, damit die nachfolgenden Generationen davon mehr erfahren und dies emotional tiefer begreifen können.
In dieser Veranstaltung erklingen drei Violinsonaten - des Franzosen Francis Poulenc und der beiden führenden russischen Komponisten des 20. Jahrhunderts Sergej Prokofiev und Dmitri Schostakowitsch. Diese Musik umfasst die historische Zeitspanne der Jahre 1938 - 1953, lässt das Publikum die dramatischen Ereignisse der Weltgeschichte wie auch spezifisch der russischen Geschichte um diese Zeit besser wahrnehmen und zeigt zugleich, welche Kraft Musik über Grenzen hinaus entfalten kann.
Mitwirkende:
Dr. Roman Salyutov, Klavier und Lesung
Alexander Lifland, Violine
Werke für Violine und Klavier von F. Poulenc, S. Prokofiev und D. Schostakowitsch.
Teilnahmekosten: 25,00 EUR