Programmkino im Schaustall
Die Veranstaltung findet vom 11.09.2026 bis zum 30.10.2026 statt.
Alle Termine anzeigen11.9. + 12.9. Der Regenmeister, Schweden 2025 von Hannes Holm
Hier kommt einer der erfolgreichsten Filme, die je in Schweden gedreht wurden. Regisseur Hannes Holm hat uns schon vor zehn Jahren „Ein Mann namens Ove“ geschenkt und erzählt diesmal wieder von einem speziellen, älteren Herren. Ingmar Karlsson lebt im Süden Schwedens in einer Kleinstadt. Seit dem Tod seiner Frau ist das Verhältnis zu seiner Tochter gestört, sein einziger sozialer Kontakt ist der aufdringliche Nachbar Rolf. Im heißesten Sommer seit Aufzeichnungsbeginn warten alle auf den Regen, doch es ist Ingmar, der ihn bringen kann. Er versteht nicht, wie er es tut, aber er kann es regnen lassen, und das nutzt er, um durchzusetzen, was er will. Aber, könnte diese Gabe nicht sogar die ganze Welt verändern? Elegant inszenierter, sympathischer Film mit nachdenklicher Geschichte und einem wunderbaren Hauptdarsteller.
18.9. + 19.9. The Uprising - Für die Freiheit, GB, DE, USA 2029 von Paul Greengrass
England im 14. Jahrhundert: Eine verheerende Pestwelle hat große Teile der Bevölkerung ausgelöscht. Die Menschen leiden unter der erdrückenden Steuerlast und sozialer Ungerechtigkeit. Wut und Verzweiflung über die tyrannische Herrschaft des jungen Königs Richard II. breiten sich immer mehr im ganzen Land aus. Der einfache Bauer Ploughman gerät ins Zentrum des Bauernaufstands von 1381, als er sich einer Gruppe von Rebellen anschließt. Stimmungsvolles Historiendrama von Paul Greengrass, das dank der bayrischen Filmförderung auch hauptsächlich in Bayern gedreht wurde, z.B. im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim. Aber nicht weitersagen.
16.10. + 17.10. Vaterland, DE, PL, FR, IT 2026 von Paweł Pawlikowski
Thomas Mann besuchte 1949 anlässlich der Feiern zu Goethes 200. Geburtstag Frankfurt und Weimar. Der Literaturnobelpreisträger war 1933 ins Exil gegangen und seit 1944 amerikanischer Staatsbürger. Der polnische Regisseur Paweł Pawlikowski beschreibt in seinem Film, wie es gewesen sein könnte, wenn seine Tochter Erika ihn beim Besuch in der alten Heimat begleitet hätte. In strengen Schwarz-Weiß-Bildern treffen hier die Überlebenden und die Exilanten aufeinander, ein schwieriges Verhältnis, in dem Erika oft Klarheit schafft. Inhaltlich wie formal markanter Film, der beim Festival in Cannes den Regiepreis erhielt. Mit Hanns Zischler und Sandra Hüller als Erika, die im „wahren Leben“ nach ihrer Zeit als Kriegsreporterin nie wieder das Land der Täter betrat.
30.10. + 31.10. Adams Acht, Deutschland 2026 von Hannu Salonen
Na, das waren noch Zeiten als deutsche Mannschaften noch für sportliche Sensationen sorgten. Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom gewinnt der so genannte „Ruderprofessor“ Karl Adam mit seinem Achter überraschend die Goldmedaille für Deutschland – als absoluter Außenseiter. Noch vier Jahre zuvor schien ein solches Wunder undenkbar. Das beschauliche Ratzeburg, direkt an der Grenze zur DDR gelegen, spielte im deutschen Rudersport kaum eine Rolle. Der Sport selbst galt als elitär und war fest in den Händen konservativer Funktionäre. Adams Ruderteam ringt nicht nur mit körperlichen Grenzen, sondern auch mit den ideologischen Spaltungen der Nachkriegszeit, mit alten Schuldfragen und neuen Grenzen im Schatten des Kalten Krieges. „Adams Acht“ erzählt eine bewegende Geschichte von Mut, Zusammenhalt und dem Kampf gegen Grenzen als mitreißendes Drama mit hervorragender Besetzung u. a. mit Oliver Masucci, Leonard Kunz und Axel Milberg.
In Kooperation mit der Gleichstellungsstelle, Programmkino im Rex Kino
16.9. im FrauenFilmForum: Im Spiegel meiner Mutter
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