„Integriertes Handlungskonzept Innenstadt Langenfeld 2040+“ soll konkrete Projekte und förderfähige Maßnahmen auf den Weg bringen
Wie soll sich die Langenfelder Innenstadt bis zum Jahr 2040 und darüber hinaus entwickeln? Mit dem „Playbook Innenstadt Langenfeld 2040+“ startet die Stadt Langenfeld einen strategischen Zukunftsprozess. Gemeinsam mit dem Stadtentwicklungs- und Beratungsbüro Stadt + Handel aus Dortmund entsteht in den kommenden Monaten eine langfristige Strategie mit konkreten Projekten für die Innenstadt. Die Ergebnisse bilden zugleich die Grundlage für ein Integriertes Handlungskonzept, mit dem grundsätzlich förderfähige Maßnahmen vorbereitet und umgesetzt werden können.
Die Langenfelder Innenstadt bietet großes Potential: Eine hohe Kaufkraft, gute Erreichbarkeit, vielfältige Angebote, ein aktives Citymanagement und die etablierte ShoppingMitte bilden eine starke Grundlage. Gleichzeitig verändern sich der Einzelhandel, die Gründe für einen Innenstadtbesuch und die Anforderungen an öffentliche Räume. Themen wie Aufenthaltsqualität, Klimaanpassung, Nutzungsmischung, Immobilienentwicklung und die Zusammenarbeit der Innenstadtakteure gewinnen weiter an Bedeutung.
„Unsere Innenstadt ist ein wichtiger Ort für Handel, Begegnung, Kultur und gesellschaftliches Leben. Mit dem Integriertes Handlungskonzept Innenstadt Langenfeld 2040+ wollen wir gemeinsam die Weichen dafür stellen, dass sie auch langfristig attraktiv und lebendig bleibt. Entscheidend ist, aus guten Ideen konkrete und förderfähige Projekte zu entwickeln“, erklärt Bürgermeister Gerold Wenzens.
Am Ende des Prozesses stehen ein gemeinsames Zukunftsbild, klare räumliche und inhaltliche Schwerpunkte sowie ein abgestimmtes Maßnahmenprogramm. Dabei geht es nicht allein um bauliche Veränderungen. Auch neue Angebote, Veranstaltungen, Kooperationen und Projekte engagierter Innenstadtakteure können einen wichtigen Beitrag leisten.
„Unser Ziel ist keine allgemeine Wunschliste, sondern eine tragfähige Strategie mit Projekten, die zu Langenfeld passen, von den Akteuren mitgetragen werden und realistische Chancen auf Umsetzung und Förderung haben“, sagt Jens Nußbaum, Projektleiter bei Stadt + Handel.
In den kommenden Monaten werden unterschiedliche Gruppen mit passenden Formaten in die Erarbeitung einbezogen. Dazu gehören Gespräche mit Schlüsselakteuren, aufsuchende Formate in der Innenstadt und Workshops mit Gewerbetreibenden, Gastronomie, Immobilieneigentümerinnen und -eigentümern, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Vereinen, Verwaltung, Politik sowie Bürgerinnen und Bürgern. Auch Kinder und Jugendliche erhalten eigene Möglichkeiten, ihre Sicht auf die Innenstadt einzubringen.
Ein erster sichtbarer Baustein ist der Innenstadtspaziergang Anfang September. Rund 20 eingeladene Vertreterinnen und Vertreter werden an diesem Tag gemeinsam mit dem Projektteam in der Innenstadt unterwegs sein. Der Spaziergang dient als gemeinsamer Auftakt und als Grundlage für die weitere Arbeit.
Die Stadt sucht darüber hinaus gezielt Stadtmacherinnen und Stadtmacher: Menschen, Unternehmen, Vereine und Initiativen, die bereits heute eigene Projekte in der Innenstadt umsetzen oder künftig bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und aktiv an Projekten mitzuwirken.
Die Innenstadtentwicklung lebt von Menschen, die Ideen nicht nur äußern, sondern gemeinsam mit anderen ins Handeln bringen möchten. Genau diese Stadtmacherinnen und Stadtmacher sollen mit dem Prozess erreicht und miteinander vernetzt werden.
Wer bereits ein Projekt verfolgt, eine Idee einbringen oder aktiv an der Umsetzung künftiger Maßnahmen mitarbeiten möchte, kann sich direkt bei Jan Christoph Zimmermann (jan.zimmermann@langenfeld.de) melden. Über die weiteren Beteiligungsangebote und Workshops informiert die Stadt rechtzeitig über ihre bekannten Kommunikationskanäle.
Der Prozess läuft bis zum Frühjahr 2027.